weather-image
12°

Fuhler wollen Bogen im Dorf behalten

Ein Stück Brücke soll bleiben

FUHLEN. In wenigen Wochen wird die Weserbrücke nach 65 Jahren Nutzung Geschichte sein. Das komplette Bauwerk allerdings nicht: Zumindest ein Teil des Bogens soll den Hessisch Oldendorfern als Andenken erhalten bleiben.

veröffentlicht am 06.11.2018 um 15:51 Uhr
aktualisiert am 06.11.2018 um 17:10 Uhr

Heiko Eggers, Vorsitzender der Dorfgemeinschaft, zeigt das Brückenteil, das die Fuhler vor dem Recyceln retten und im Ort als Erinnerung aufstellen möchten. Foto: fn
Frank Neitz

Autor

Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Das komplette Bauwerk allerdings nicht: Zumindest ein Teil des Bogens soll den Hessisch Oldendorfern als Andenken erhalten bleiben. Den wollen sich die Fuhler sichern. „Wir möchten als Erinnerung an die alte Brücke wenigstens irgendein Teil davon noch erhalten und dort platzieren, wo wir die alten Brückenüberfahrten präsentieren können“, sagt Heiko Eggers, Vorsitzender der örtlichen Dorfgemeinschaft.

Den Wunsch, einen Teil der Stabbogenbrücke behalten zu können, hatten die Fuhler bereits beim Verschub des neuen Bauwerks geäußert. Die Straßenbaubehörde in Hameln soll den Kontakt zu der ausführenden Firma hergestellt haben. Dort kenne man das Anliegen der Fuhler, heißt es bei der Behörde.

Ursprünglich hatte die Dorfgemeinschaft an ein bis zum ersten Stab ragendes Bogenstück gedacht. Das sei allerdings zu hoch, haben die Fuhler inzwischen erkannt. Jetzt müsse man sehen, welche Größe realistisch ist – allein schon wegen des Gewichts, so Eggers. „Wir müssen eigentlich beim Abbau nur darauf achten, dass es nicht schneller abtransportiert wird, als wir es an die Seite schaffen können“, sagt der Vorsitzende.

2 Bilder
Ein Bagger hebt ein 2,5 mal 3,5 Meter großes Bauteil an. Foto: fn

An welchem Ort das Bogenteil aufgebaut werden soll, ist noch offen. Ein Platz direkt am Weserufer unweit des ehemaligen Fährlochs biete sich an, ist zu hören. „Wir werden versuchen, es noch im kommenden Jahr aufzustellen “, meint Eggers.

„Ich kann das Vorhaben nur begrüßen“, sagt Rudolf Wallbaum, Chronist im Weserdorf. Unabhängig von dem Vorhaben der Dorfgemeinschaft plant der Heimatbund, eine Informationstafel über die verschiedenen Weserübergänge aufzustellen, erzählt Wallbaum. Auf der Tafel sollen die zwei ehemaligen Fähren und die vier Vorgänger der neuen Stabbogenbrücke dargestellt werden, erklärt das Heimatbundmitglied. Auch für die Tafel wurde noch kein geeigneter Platz gefunden.

Seit dem vergangenen Montag tragen Mitarbeiter des Hamelner Abbruchunternehmens Otto Geländer und Fußwege an der östlichen Seite der Brücke ab. In etwas mehr als einer Stunde wird ein zirka 2,5 mal 3,5 Meter großes Bauteil aus Stahl, Asphalt und Beton herausgetrennt und abtransportiert. Abseits der Brücke werden die verschiedenen Baustoffe voneinander getrennt.

Wobei Stahl ein Werkstoff ist, der nahezu verlustfrei recycelt werden kann. Allein die deutsche Stahlindustrie setzt jährlich mehr als 20 Millionen Tonnen Stahl- und Eisenschrott ein, um daraus neue Produkte herzustellen. Ende der kommenden Woche sollen die beiden Fußwege komplett abmontiert sein. Im Anschluss soll der Beton der Fahrbahn entfernt werden.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt