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Kinderprinz Fabian Jentsch will die Narrenherzen erobern – vermisst aber den Spaß beim OCC

Ein Schelm in der Bütt

Hessisch Oldendorf. Er ist 13 Jahre alt, amtierender Kinderprinz und zählt nicht nur zum närrischen Nachwuchs des Oldendorfer Carneval Clubs (OCC): Fabian Jentsch. Er zeigt als versierter Büttenredner eine bemerkenswerte Prise subtilen Humors, mit dem er die Zuhörer bestens unterhält und sich nach und nach zu einer allgemeinen karnevalistischen Institution entwickelt.

veröffentlicht am 15.01.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 06:21 Uhr

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Autor:

Stefan Bohrer
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Seit vier Jahren ist Fabian dabei und zeigt ein witziges Mundwerk, was sich in seinen Büttenreden, die er gemeinsam mit seinem Vater Thomas verfasst, widerspiegelt. Bei der Landesjugendsitzung des Karnevalsverbandes Niedersachsen (KVN) hat er seine aktuelle Büttenrede bereits gehalten. Die Zuschauer haben herzlich gelacht und auch Karl-Heinz Thom, der Präsident des KVN, bescheinigte dem jungen Jecken, dass Fabian eine große karnevalistische Zukunft bevorstehe.

„Seit drei Monaten übe ich intensiv an dieser Rede“, sagt Fabian Jentsch. Jede Geste, jede Betonung und auch jede Sprechpause muss sitzen, damit die Zuhörer die kompletten fünf Minuten genießen können. Auch beim Prinzenball in der Baxmannhalle am Samstag, 18. Januar (Einlass ab 19 Uhr), wird Fabian seine Büttenrede halten.

„Noch steht das Programm allerdings nicht endgültig fest“, sagt Präsidentin Heidi Lücke-Lange. An welcher Stelle des Programms Fabian schließlich in die Bütt steigen wird, soll erst kurzfristig entschieden werden. „Anregungen für meine Büttenreden bekomme ich aus meinem privaten Umfeld“, erzählt der junge Redner. Kleine Anekdoten und Begebenheiten aus der Familie verpackt er in äußerst humorvolle Worte, die immer wieder zum Schmunzeln reizen.

„Es ist ein geiles Gefühl, wenn ich die Leute mitreiße und sie abschließend lautstark applaudieren“, freut er sich mit Blick auf den Prinzenball (Beginn: 20.11 Uhr). Dabei ist sein Terminkalender am Wochenende mehr als voll. Allein am Samstag hat er drei Auftritte. „Ich bin zunächst bei der Jugendsitzung des Karnevalsclubs in Apelern. Danach geht es gleich weiter zum Prinzentreffen des 1. Hamelner Karnevalsvereins auf den Finkenborn, um schließlich mit etwas Verspätung beim Prinzenball im Baxmannzentrum die Bühne zu stürmen.“ Wer Fabian kennt, weiß, dass er alle drei Auftritte meistern wird. Mittlerweile hat der junge Narrhallese schon eine richtige Fangemeinde. Insofern wird er auch nach dem Sessionsende weitermachen. „Für mich ist Karneval in erster Linie Spaß, den vermisse ich manches Mal beim OCC. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, denn die stirbt ja bekanntlich zuletzt. Ich hoffe, dass sich bald einiges ändern wird. Und da sind jetzt eindeutig die Erwachsenen gefordert“, bringt es Fabian auf den Punkt. Querelen gäbe es immer, egal, ob im Vereinsleben oder im Freundeskreis, fährt er fort – er wünsche sich aber gleichzeitig, dass diese endlich auch innerhalb des OCC dauerhaft beseitigt werden, um auch weiterhin Jugendliche und Teenager für „die östlichste Bastion des rechtsrheinischen Karnevals“ zu begeistern. „Denn wir Jugendlichen sind schließlich diejenigen, die später mal die Vereinstradition fortführen“, betont der 13-Jährige.

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