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Polizei gibt Tipps für sicheren Umgang mit der Gehhilfe

„Ein Rollator ist kein Tresor“

Hessisch Oldendorf (ch). Auf engstem Raum stehen die unterschiedlichsten Modelle: in silberglänzend, Dunkelblau, Metallicrot oder Schwarz, ganz klassisch ohne Schnickschnack, mit oder ohne Gepäckkorb und mit Extras wie Schirm- oder Spazierstockhalter: Beim Rollatoren-Sicherheitstraining in Hessisch Oldendorf wird kritisch beäugt, verglichen und ausprobiert.

veröffentlicht am 15.11.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 06:41 Uhr

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„Das kenn ich ja noch gar nicht“, „guck mal, sie hat den Korb unter dem Sitz“, „der ist ja leicht“ – interessiert betrachten die 14 Senioren, die mit ihren Gehhilfen ins Kultourismusforum gekommen sind, die Modelle ihrer Nachbarn. Einig sind sie sich, unabhängig davon, welche Modell sie präferieren, dass die Gehhilfen mit den vier Rollen ein Segen seien. „Der ist wirklich nicht mit Geld aufzuwiegen“, sagt der 82-jährige Helmut Bültemeier. Seit über sechs Jahren ist er mit dem Rollator unterwegs, hat sich schon Tricks angeeignet, wie er Hürden bewältigen kann. „Bremsen anziehen und einfach hochheben“, erklärt er. Schwierig nur, wenn schwere Einkäufe, die in einem Korb an der Vorderseite liegen, die Hilfe plötzlich zum Problem werden lassen. „Es ist eine Gehhilfe und kein Einkaufskorb und keine Schubkarre“, macht Polizeihauptkommissar Andreas Hinz, der das Sicherheitstraining gemeinsam mit Kriminalhauptkommissar Peter Linde leitet, klar. Vor allem die Handtasche mitsamt Geld, ec-Karte und Papieren ungeschützt am Rollator zu transportieren, sei fahrlässig. Schnell ist die Tasche entrissen, im schlimmsten Fall stürzt man beim Versuch, sie festzuhalten, es kommt zu schweren Verletzungen. „Ein Rollator ist kein Tresor“, sagt Linde. Und demonstriert, wie einfach die Tasche entwendet werden kann.

Wie stelle ich die Bremsen richtig ein, die Höhe, so dass ich mich gut aufstützen kann, wie wird das Gerät zusammengeklappt – Fragen haben die Rollatorennutzer viele, auch wenn sie teilweise schon seit Jahren damit umgehen. „Ich wohne in Fischbeck, da ist es teilweise sehr steil, ich würde gerne lernen, wie man das mit dem Bremsen reguliert“, sagt die 85-jährige Agnes Flaspöhler. Bremsen sei tatsächlich sehr schwierig, sagt Hinz. Der Rollator sei vornehmlich für die Ebene ausgelegt.

Stufen, Bürgersteige, Einsteigen in den Bus stellen für die Mehrzahl der Senioren die größten Schwierigkeiten dar. Doch auch das kann gelernt werden, wobei gelte: „Wir können eine Stufe bewältigen, aber nicht zwei“, so Hinz. Da hilft auch der Mercedes unter den Rollatoren nichts, sondern man müsse sich trauen, um Hilfe zu bitten.

Helmut Bültemeier kennt sich mit seinem Rollator gut aus. Fotos: ch

Das nächste Rollatortraining zum Ein- und Aussteigen in den Bus findet am 21. November um 14.30 Uhr statt. Treffpunkt ist das Kultourismusforum. Anmeldung unter Tel. 05152/782 212.

Helmut Bültemeier kennt sich mit seinem Rollator gut aus.

Fotos: ch



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