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Stetiger Geburtenrückgang in Stadt und Kreis / 1993 gab es 113 Neugeborene mehr als 2011

Ein Ortsteil weniger in 20 Jahren

Hessisch Oldendorf (ch). Da waren’s immer weniger: Erst über 200, dann über 150, dann knapp unter 100: Die Zahl der Neugeborenen in Hessisch Oldendorf geht seit Jahren zurück. Ein Trend, der auch auf Kreis- Länder- und Bundesebene zu beobachten ist. In diesem Jahr wird in der Stadt voraussichtlich der tiefste Stand seit Jahrzehnten erreicht werden.

veröffentlicht am 06.12.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 05:21 Uhr

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93 Neugeborene sind in diesem Jahr (Stand 3. Dezember) bislang im Hessisch Oldendorfer Stadtgebiet registriert worden. Bleibt es dabei, sind das genau 46 weniger als noch im Vorjahr. Das entspricht exakt der Zahl aller weiblichen Einwohner des Ortsteils Kleinenwieden (Stand Ende November). Geht man im Vergleich der Geburtenzahlen noch weiter zurück, könnten beim imaginären Vergleich komplette Stadtgebiete zum Opfer fallen. Im Jahr 2011 waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes Niedersachsen 139 Neugeborene (nach Wohnsitz der Mutter) im Stadtgebiet registriert, zehn Jahre zuvor waren es noch 172, 20 Jahre vorher 201. 113 neugeborene Einwohner weniger wurden 2011 (139) im Vergleich zu 1993 (252) geborene, das ist mehr, als die Ortsteile Wickbolsen (77) und Kleinenwieden (89) jeweils an Einwohnern beherbergen. Deutlich anders sieht es im Kreis Hameln-Pyrmont jedoch nirgends aus. Wurden im Jahr 1991 noch 1614 Neugeborene im Kreisgebiet registriert, waren es 2011 nur noch 1057, in Hameln sank die Zahl im Vergleichszeitraum von 583 auf 456.

„Der Trend ist bekannt“, bekennt so auch der Hessisch Oldendorfer Bürgermeister Harald Krüger. Vom demografischen Wandel seien alle Kommunen im Landkreis betroffen. Allein die Frage, wie man dem Trend begegnet, bleibt. „Wir arbeiten an der Familienfreundlichkeit der Stadt.“ Dazu zählen zum einen Angebote wie ein Familiendienst, ein familienfreundlicher Tag im Rathaus, und vor allem Betreuungsangebote. Dazu zählt auch die Nachmittagsbetreuung an Schulen und Krippen, die im kommenden Jahr weiter ausgeweitet werden soll sowie eine Ferienbetreuung. Alles Angebote, die Eltern die Entscheidung für Kinder vereinfachen, die Vereinbarkeit von Kind und Beruf erleichtern sollen.

Ein Begrüßungspaket für Neugeborene, wie es die Stadt Hameln derzeit überlegt, einzuführen, gibt es in Hessisch Oldendorf nicht. „Es war einmal angedacht, ist jetzt aber nicht in Planung“, sagt Krüger. Abhängen wird die Entscheidung für oder gegen ein Kind auch nicht von einer kleinen Aufmerksamkeit. Doch: „Es ist eine Geste, die sagt: Kinder sind hier willkommen“, so Krüger. Allen Anstrengungen zum Trotz lasse sich der demografische Wandel aber nicht aufhalten. „Wir können nur versuchen, das, was wir an Qualität haben, weiterzuentwickeln.“ Derweil sinken die Zahlen jedoch weiter.



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