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Von der Schusterwerkstatt bis zum Spinnrad: In Großenwieden soll an alte Zeiten erinnert werden

Ein Museum fürs Weserdorf?

Großenwieden. Wie Kleinenwieden, Welsede, Rohden und Segelhorst ist Großenwieden ein gewachsenes Dorf mit Jahrhunderte alter Geschichte. Vor zwei Jahren kamen Andrea Engelhardt-Stephan und ihr Mann, Mike Stephan auf die Idee, im Weserdorf ein Museum anzusiedeln – ähnlich dem in Tündern. „Wenn wir einen Aufruf starten, finden sich sicher Einwohner, die uns dafür Altertümliches aus dem Dorf, Gegenstände, Fotos und Schriftstücke zur Verfügung stellen“, sagt Mike Stephan. Auf diese Weise könne das Dorfleben von früher dokumentiert werden.

veröffentlicht am 16.02.2016 um 15:56 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 10:36 Uhr

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Autor:

Annette Hensel
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Ein Hingucker soll nach seinen Vorstellungen die Schusterwerkstatt von Heinrich Pape werden, die der vor Kurzem Verstorbene in seinem Keller aufbewahrt hat. Pape wie auch seine Angehörigen stimmten zu, die Werkstatt andernorts zu erhalten. Einen möglichen Standort hat die Dorfgemeinschaft bereits im Auge: das niedersächsische Langhaus mit dem großen Torbogen neben dem Feuerwehrhaus, erbaut 1773.

Vonseiten des Eigentümers gibt es keine Einwände, allerdings entspricht die beeindruckende Außenfassade nicht dem Innenleben. Dort müsste sehr viel gemacht und investiert werden. Eine Ermittlung der Kosten erfolgte noch nicht.

Sollte sich die Museumsidee konkretisieren, könnte das Gebäude im neu herzurichtenden Dorfmittelpunkt wiederbelebt und sinnvoll genutzt werden. „Man könnte darin zusätzlich eine Art Markthalle unterbringen mit Fahrradzubehör für Radwegnutzer oder einer Vorlese-, Strick- und Spinnecke“, so ein Großenwiedener.

Vielleicht gibt es bei der Zusammenkunft von Ortsrat, Netzwerk, Heimatgemeinschaft und Zukunftswerkstatt am 3. März um 20 Uhr im Feuerwehrhaus Gelegenheit, derartige Ideen anzusprechen, weiterzuspinnen – oder ad acta zu legen. Über das Museum wird wohl bereits am 18. Februar um 19.30 Uhr bei der Zukunftswerkstatt im Feuerwehrhaus gesprochen, neue Gesichter sind willkommen.

Im Rahmen der sogenannten Verbunddorferneuerung wird außerdem die Anlage eines kulturhistorisch-landwirtschaftlichen Lehrpfads rund um die fünf dazugehörenden Dörfer genannt – sozusagen als verbindendes Element.

In der Beschreibung der Maßnahme heißt es: Die landwirtschaftlich geprägte Region soll für Spaziergänger erschlossen und nachhaltig erlebbar werden.

Auf dem Weg soll auf kulturhistorische Besonderheiten wie den Kalkbrennofen hingewiesen, altes landwirtschaftliches Arbeitsgerät ausgestellt und auf Tafeln über Anbaufrüchte und Bewirtschaftungsformen informiert werden. Was daraus wird, muss sich zeigen – vorerst handelt es sich nur um eine Projektidee.

Ein möglicher Standort für das Dorfmuseum: das unter Denkmalschutz stehende Fachwerkhaus in der Großenwiedener Hauptstraße.Foto: ah



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