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Unwetter Ende Juli verursacht Schäden von vielen Millionen Euro / Noch heute ist die Stadt mit den Folgen beschäftigt

Ein kurzer Spuk mit verheerenden Folgen

Hessisch Oldendorf. Der Himmel verdunkelte sich, starker Wind kam auf und dann brach es herein, das Unwetter. Golfballgroße Hagelkörner beschädigten Hausdächer, Autos, verwüsteten Felder und vernichteten Teile der Ernte. Nur ungern erinnern sich die Betroffenen an diese Tage im Juli. Es hat Wochen gedauert, bis alle Schäden erfasst, geschweige denn mit der Versicherung abgerechnet wurden.

veröffentlicht am 05.10.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 12:21 Uhr

Autor:

Peter Jahn und Robert Michalla
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Was sich am 24. und 27. Juli abspielte, haben die Menschen in Hessisch Oldendorf seit mehr als 70 Jahren nicht mehr erlebt. Allein am 24. Juli fiel an einigen Orten bis zu 50 Liter Regen pro Quadratmeter. Am 27. Juli tobte dann das größte Hagelunwetter in einigen Bereichen der Stadt. Ein kurzer Spuk, nach nicht mehr als einer Viertelstunde war alles vorbei. Zurück blieb großer Schaden. Allein die größte Versicherungsvertretung in Hessisch Oldendorf, das VGH-Büro von Andreas Görlitz, hat mehr als 400 Hagelschäden zu regulieren. Besonders betroffen sind die Hessisch Oldendorfer Kernstadt und die Ortsteile Rumbeck, Großenwieden, Segelhorst, Barksen und Zersen. Allein die VGH musste für ihre Kunden mehr als 8 Millionen Euro zahlen. Darunter sind einzelne Schäden, die mehr als 40 000 Euro kosteten.

„Durch die Hagelkörner, viele waren größer als Golfbälle, wurden Vordächer, Überdachungen, Wintergärten aus Kunststoff und Steg-Doppelplatten, Kunststoffdachrinnen und Rollläden an Gebäuden beschädigt, aber natürlich auch Autos“, erklärt Görlitz. „Der erntereife Raps wurde fast komplett auf den Feldern zerstört, auch der Weizen ist in großen Teilen buchstäblich verhagelt worden.“ Nachdem die meisten Schäden inzwischen gemeldet und erfasst wurden, geht es an die Weiterbearbeitung. Die Handwerker waren für die Arbeit gerüstet. Die Zusammenarbeit mit den Betrieben sei schnell und unkompliziert gelaufen, sagt Görlitz.

Bürgermeister Harald Krüger (SPD) sagte kürzlich zu, die Schäden nach den schweren Sommergewittern so schnell wie möglich zu beseitigen. Die Gewitter mit heftigem Regen hätten „zum Teil erhebliche Schäden in der Feldmark“ verursacht, sagte Krüger während der Sitzung des Ortsrates Sonnental. So seien zum Beispiel mehrere Wege in der Feldmark stark unterspült worden. Den größten Schaden an einem Wirtschaftsweg bezifferte der Bürgermeister auf 10 000 Euro. „Wir sind dabei, nach und nach die Schäden zu beseitigen“, berichtete Krüger. Er gehe davon aus, die Reparaturen „weitgehend mit Bordmitteln“ stemmen zu können.

Maßnahmen zum Schutz vor Unwettern dieser Art seien indes nur „in begrenztem Umfang möglich“, heißt es aus dem Rathaus in Hessisch Oldendorf. Grundstückseigentümern wird daher empfohlen, eine Elementarschadenversicherung abzuschließen.

© OpenStreetMap-Mitwirkende



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