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„Kunst im Weg“ führt zu Ausstellungsorten von zwölf Künstlern

Ein Erlebnis mit allen Sinnen

Fuhlen/Lachem (ah). „Jetzt sage noch mal einer, auf dem Dorfe sei nichts los...“, meint ein Anwohner angesichts der Völkerwanderung durch Lachem. Nach der „Kunst im Weg“-Vernissage in Heißmeyers Kulturscheune mit künstlerischen Leckerbissen und „Filou’s“ mitreißendem Jazz und Swing machen sich 200 Gäste auf den Weg, Kunst zu entdecken und zu erleben. Bis in die hintersten Winkel Lachems und Fuhlens entführen die Ausstellungsorte der zwölf Künstler. Begehrtes Ziel: Birgitta Martins Installation aus 210 eigens für „Kunst im Weg“ gespendeten Löffeln, die im abgedunkelten Raum zu schweben scheinen. „Atemberaubend“ sei es gewesen, als der erste Löffel hing, so die Vorsitzende des Culturvereins, Barbara Jahn-Deterding, die mit Künstlerin Britta Samsen-Huch das Projekt organisiert hat. „Anfangs habe ich gedacht: Die spinnt, die Künstlerin mit ihren Löffeln“, gesteht ein Dorfbewohner und gibt zu: „Dabei ist ihr das Kunstwerk doch sehr gelungen.“

veröffentlicht am 01.10.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 09:21 Uhr

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Doppelt mit Düften konfrontiert werden die Besucher bei Susanne Ottes olfaktorischer Malerei im ehemaligen Schweinestall auf dem Hof Lücke. Sie lädt angesichts ihrer eigenen im Bild festgehaltenen „Riech-Eindrücke“ zum Schauen, Riechen von Düften und Erinnern ein. Schon entsteht vor dem Auge des Betrachters ein Honigkuchen oder ein Gletschereisbonbon.

„Kunst im Weg fällt aus dem Rahmen, weil es ständig etwas Neues zu entdecken gibt“, finden Gisela und Hermann Voges aus Ohr. Daneben genießen viele auch das Lustwandeln in Bauerngärten, die extra für die Gäste geöffnet werden. Wundersam umspielt vom Lichteinfall in der Fuhler Kirche werden Gisela Wilke-Schellhorns Haarzyklus-Radierungen, die Haar als Spiegel der Seele darstellen.

Vereinzelt steht auch Kunst im Weg: eine sitzende Pappmaché-Dame mit Regenschirm auf dem Hof Evers-Meyer, eine Metallskulptur vor dem Pferdestall des Hofes Struckmann. Weitere Metall- und Wachsbild-Exponate fügen sich wie eigens dafür geschaffen in die leer geräumten Pferdeboxen ein.

Olfaktorische Malerei: Susanne Otte (re.) lässt Christine Kirchner Nuss-Aroma riechen. Foto: ah

Beeindruckend, wie unkompliziert Ausstellungsorte und ausgestellte Kunst Künstler, Dorfbewohner und Kunstfreunde ins Gespräch bringen. Dörfliches Leben als Rahmen für Kunst verwöhnt die Sinne und macht „Kunst im Weg“ so besonders. Barbara Jahn-Deterding: „Unsere Erwartungen wurden übertroffen.“

Begehrtes Ziel: Birgitta Martins Installation aus 210 gespendeten Löffeln.



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