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Dorfgemeinschaft unterstützt die Einrichtung eines neuen Treffpunktes / Konzept liegt bereits vor

Ein eigenes Reich für Jugendliche in Haddessen

Haddessen (ll). Aktive Beiträge leistet die Dorfgemeinschaft Haddessen, wenn es um die Entwicklung und Gestaltung des Sünteldorfes geht: Ein Workshop war Grundlage für Ideen und konstruktive Anregungen, bei dem eine große Bereitschaft unter den Haddesser Bürgern deutlich wurde, das Dorf aktiv mitzugestalten.

veröffentlicht am 03.06.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 10:41 Uhr

In diesem Gebäude soll der neue Haddesser Jugendraum entstehen.
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Dazu gehört auch die Bereitschaft, für die Jugendlichen des Dorfes eine neue Anlaufstelle zu schaffen. Denn diese hatten sich für die Einrichtung eines Jugendraums eingesetzt, wie Ulf Ganser mitteilte. Nach einem bereits gescheiterten Versuch vor ein paar Jahren ist dies nun der zweite Anlauf. Ein zweiter Anlauf, der aber unter einem etwas anderen Vorzeichen ablaufen soll. Das wurde jetzt bei einem Treffen von Vertretern der Dorfgemeinschaft, interessierten Haddesser Jugendlichen, Stadtjugendpfleger Tarik Oenelcin und der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt, Margareta Seibert, im neuen potenziellen Jugendraum deutlich.

Lärm und Alkohol in vorigem Jugendraum

Ein Blick zurück: Bereits vor einigen Jahren gab es in Haddessen an gleicher Stelle eine Jugendbegegnungsstätte. Diese allerdings habe man wegen sich häufender Beschwerden schließen müssen, erklärte Oenelcin. Ruhestörender Lärm und auch übermäßiger Alkoholgenuss seien damals die ausschlaggebenden Gründe für die Schließung gewesen. Der Wiederbelebung des Jugendraums im Gebäude des Kindergartens sind nun Forderungen seitens der Stadt angeknüpft: Ein schlüssiges Konzept muss her. Und: Ohne die Begleitung von Erwachsenen werde man die neue Jugendbegegnungsstätte nicht einfach so genehmigen.

Dennoch betonte Stadtjugendpfleger Oenelcin die grundsätzliche Bereitschaft zur Unterstützung von offener Jugendarbeit. „Ein offenes Angebot ist aus jugendpflegerischer Sicht zu begrüßen“, so Oenelcin.

An einem schlüssigen Konzept wird es indes ganz sicher nicht mangeln. Denn das präsentierte der 16-jährige Tobias Sievers gleich bei dem Treffen. Demnach seien fünf Haddesser Jugendliche mit der Organisation von Veranstaltungen und den einzelnen Programmpunkten betraut. Etwa ein- bis zweimal in der Woche wolle man im Jugendraum zusammenkommen und insbesondere den 12- bis 17-Jährigen Angebote zur Freizeitgestaltung wie gemeinsames Kochen, Gesellschaftsspiele oder auch Filmabende bieten. Auch für die Raumpflege wollen die Jugendlichen selbst verantwortlich sein.

Bezüglich der Begleitung durch Erwachsene stellte Ulf Ganser klar: „Die Dorfgemeinschaft würde mit Erwachsenen verantwortlich dabei sein.“ Eine ständige Beaufsichtigung der Jugendlichen sei damit aber nicht gemeint. „Wir sind keine Schulmeister, aber als Ansprechpartner immer erreichbar“, so Ganser. Die Schuld solle nicht von einer auf die nächste Generation übertragen werden. Und deshalb setze man sich für eine Wiederbelebung des Jugendraums ein.

Ergebnis erst nach den Sommerferien

Neben einigen kleineren baulichen Veränderungen sahen die beiden Stadtvertreter keine größeren Schwierigkeiten. Eine zeitnahe Umsetzung sei jedoch schwierig, weil eine faktische Nutzung durch die Dorfgemeinschaft erst in den politischen Gremien beraten werden müsse. Mit einem Ergebnis könne man daher nicht vor Ende der Sommerferien rechnen, so Margareta Seibert. Dennoch ging man einvernehmlich auseinander: Mit der Bereitschaft, so schnell wie möglich eine Lösung für die Haddesser Jugendlichen zu finden.



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