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Ein eigener Jugendraum bleibt Illusion

Hessisch Oldendorf (doro). Jugendarbeit ist weiterhin Chefsache. Das bekräftigte Harald Krüger erst kürzlich, als sich der Verein für Kinder- und Jugendarbeit und die Stadt Hessisch Oldendorf wieder zusammenrauften, um in der Jugendarbeit gemeinsam neue Wege zu gehen. Und um den Zuschuss über 150 000 Euro vom Bundesamt für Migration nicht zu gefährden. Bald wird es darum gehen, tragfähige Konzepte zum Thema vorzulegen.

veröffentlicht am 05.01.2010 um 16:35 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 23:21 Uhr

Jugendarbeit
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Hessisch Oldendorf (doro). Jugendarbeit ist weiterhin Chefsache. Das bekräftigte Harald Krüger erst kürzlich, als sich der Verein für Kinder- und Jugendarbeit und die Stadt Hessisch Oldendorf wieder zusammenrauften, um in der Jugendarbeit gemeinsam neue Wege zu gehen. Und um den Zuschuss über 150 000 Euro vom Bundesamt für Migration nicht zu gefährden. Bald wird es darum gehen, tragfähige Konzepte zum Thema vorzulegen.
 Ein seit Langem gehegter Wunsch auf der Liste des Bürgermeisters ist ein eigener Raum für Jugendliche. Dafür sammelte das Stadtoberhaupt an seinem Geburtstag sogar selber – rund 450 Euro kamen dabei zusammen. 2780 Euro wurden bereits im September 2008 bei einer Benefizveranstaltung ertanzt.
 Doch was ist eigentlich mit dem Geld passiert? Warum hat sich nichts getan? Das fragen sich nicht nur die Jugendlichen, sondern zwischenzeitlich auch so mancher Sponsor.
 „In absehbarer Zeit wird es keinen Jugendraum geben“, erklärt Harald Krüger heute, gut eineinhalb Jahre später. Es fehle schlicht das Geld. Denn für einen Anbau an der Malschule – so der ursprüngliche Plan – reichen 3220 Euro natürlich nicht. Der rund 120 000 bis 150 000 Euro teure Anbau sollte nicht mit städtischen Mitteln finanziert werden, sondern vor allem durch ortsansässige Firmen, die sich nach Vorstellung von Krüger nicht nur mit finanziellen Mitteln, sondern auch mit Arbeitskraft und Material engagieren sollten. „Ein ambitioniertes Projekt, das gebe ich zu“, sagt der Bürgermeister, und in der Zwischenzeit habe sich die wirtschaftliche Lage schließlich nicht verbessert. Kaum einer Firma sei ein solches Engagement gegenwärtig zuzumuten.
 Damit die Jugendlichen in naher Zukunft trotzdem etwas von den Spenden haben, ist angedacht, einen Speedhockeytisch anzuschaffen. Möglich sei auch, einen leistungsfähiger Beamer mit Leinwand und gutem Soundsystem für Kinoabende und ein Boxsandsack anzuschaffen.
 Diese Gerätschaften könnten die Jugendlichen später ohne Probleme mitnehmen. Irgendwann, wenn irgendwer Geld für die Jugendlichen übrig hat.



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