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Kalte Winter machen den Pflanzen zu schaffen / „Von unseren Reisen brachten wir Samen mit“

Ein bisschen Südamerika in Hemeringen

Hemeringen (kbo). Mäusedorn, Schlafbaum, Passionsblumen, Kakteen oder auch mehrere Arten von Teesträuchern – an exotischen Pflanzen mangelt es in Dieter Niemeyers parkähnlichem Garten nicht. Üblicherweise wachsen diese Bäume nicht in unseren Breiten, sondern in Südamerika, dank der Liebe von Dieter und Hannelore Niemeyer gedeihen die Gewächse aber auch in Hemeringen.

veröffentlicht am 05.08.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 06:21 Uhr

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Eher durch Zufall kam Dieter Niemeyer auf die unbekannten Bäume und Sträuchern. „Anfang der 80er Jahre machten meine Frau und ich Urlaub im damaligen Jugoslawien. Eines Morgens erblickte ich einen Erdbeerbaum.“ Wieder in der Heimat, suchte er nach solch einem. Er fand jedoch nichts. „Da wurde mein Interesse an den exotischen Bäumen und Sträuchern geweckt“, erzählt er weiter. Mittlerweile spiegelt sich seine Liebe zu exotischen Pflanzen auch in seinem Garten wider. Ein Schlafbaum spendet an warmen, sonnigen Tagen Schatten. In einer Magnolie hängen dekorativ zahlreiche Pflanzentöpfe mit Kakteen und Rankengewächse. Oder auch eine Steineiche, die 14 Meter mit ihren glänzenden Blättern in die Höhe ragt, schmückt sein Grundstück.

„In einem Klostergarten auf der Insel Krk entdeckte ich die Steineiche. Nachdem ich sie einige Jahre in einem Blumentopf gepflegt hatte, wagte ich es schließlich, sie einzupflanzen.“ Mittlerweile ist aus der kleinen Steineiche eine richtig große geworden. Der letzte Winter habe ihr jedoch schwer zu schaffen gemacht, so der ehemalige Programmierer. Die Winter in den Jahren davor waren recht mild, aber der letzte sei mit bis zu minus 20 Grad für die Pflanzen sehr kalt gewesen. „Unsere Hanfpalme oder der Eukalyptus und die Zistrose sind erfroren“, bedauert der Pflanzenliebhaber.Besonders stolz ist Dieter Niemeyer auf den Feigenbaum. „Vor drei Jahren trug er das erste Mal Früchte und hat sich im Laufe der Jahre als sehr zäh erwiesen. In den Wintern ist er zurückerfroren und trieb im Frühjahr immer wieder aus“, freut er sich. Im Gegensatz dazu waren den Zedern die Winter zu kalt.

Mehr robuste Arten in der Zukunft

„Nicht überlebt haben die Blaue Atlaszeder, die Libanonzeder und die Himalaja- Zeder.“ Auch wenn einige der exotischen Gewächse die Winter nicht überleben, bleibt das Interesse immer noch. „Durch Zufall habe ich eine Libanonzeder aus dem Taurusgebirge bekommen, frosthart bis minus 38 Grad“, freut sich Dieter Niemeyer.

Eine Steineiche und viele Sträucher schmücken das Grundstück.
  • Eine Steineiche und viele Sträucher schmücken das Grundstück.

Zusammen mit seiner Ehefrau Hannelore betreibt er sein Hobby seit mehreren Jahren. Hannelore Niemeyer stammt aus einer Gärtnerfamilie, die Beschaffung des geliebten Feigenbaumes oder auch einer Zistrose sei damit vorgezeichnet gewesen.

Baumsamen, Sträucher und Kakteen brachten das Ehepaar von seinen zahlreichen Reisen, vor allem nach Nordamerika sowie dem Mittelmeer, mit. „Dazu besorgte ich mir Mäusedorn, Schlafbaum, Passionsblume und mehrere Arten von Teesträuchern und mehrere Arten Eukalyptus, extra aus England.“

Für die Zukunft wollen Hannelore und Dieter Niemeyer ihren Schwerpunkt verlagern. „Wir werden auf robustere Arten und Bäume umsteigen, die weniger Pflege benötigen. Aber bei den exotischen Arten wollen wir bleiben“, erklären Hannelore und Dieter Niemeyer. Bitterorange, ein Zickzackbaum und ein Lorbeerbaum sollen noch ausgepflanzt werden, träumt der Baumliebhaber. „Es freut mich einfach, jedes Frühjahr zu sehen, wie die Bäume austreiben.“ Bestimmt nicht nur ihn – denn bei so großen Bäumen hat auch die Hemeringer Nachbarschaft etwas von der Pflanzenliebe der Niemeyers.

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