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Rekord: Zuckergehalt bei 18,6 Prozent / Verhandlung mit Pfeifer und Langen um Preis geht weiter

Ein besonders süßes Jahr für Rübenanbauer

Hessisch Oldendorf. Ende Januar haben sich der Dachverband Norddeutscher Zuckerrübenanbauer und die Nordzucker AG auf die Preise geeinigt, die für Zuckerrüben, die in der Kampagne 2012 geerntet worden waren, gezahlt werden. Noch nicht klar ist, was die Landwirte erhalten, die zur Zuckerfabrik im lippischen Lage geliefert haben und dies dürften die meisten im Landkreis Hameln-Pyrmont sein. Das Angebot von Pfeifer und Langen, dem Betreiber der Fabrik in Lage, liegt derzeit noch unter dem, was Nordzucker zahlt. Dr. Hans Coenen, der frühere Leiter der Abteilung Landwirtschaft, hat einmal gesagt: „Unsere Bauern sollen ein Prozent besser sein als die Nachbarn, das muss für die Fabrik doch wohl auch gelten“, betont Carsten Amelung aus Lachem, als es um den Preis für die gelieferten Rüben ging.

veröffentlicht am 07.02.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 02:21 Uhr

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Für die Zuckerrübenanbauer im Bereich Hessisch Oldendorf wird auch in den nächsten drei Jahren Alexander Sommermeier aus Fischbeck im Beirat der Zuckerfabrik sitzen. Vor dessen erneuter Wahl sagt der Vorsitzende des Verbandes der Rübenanbauer im Lippe-Weser-Raum, Karl-Friedrich Meyer aus Tündern, zum Sitz im Beirat: „Da geht es um viel Geld für die Fabrik und für die Landwirte.“

Landwirte, die zu den Fabriken von Nordzucker liefern – für Hameln-Pyrmont ist dies Nordstemmen – erhalten für Quotenrüben mit einem Standard-Zuckerhalt von 16 Prozent 43,50 Euro je Tonne. Dies liegt um 17,21 Euro je Tonne über dem Mindestpreis, der von der Europäischen Union gesetzlich festgelegt wurde. Die Berufskollegen, die mit Pfeifer und Langen arbeiten, sind mit dem derzeitigen Angebot der Fabrik nicht einverstanden. Bei der Verbandssammlung am Dienstag im Baxmann-Zentrum wird eine Abweichung um zwei Euro genannt. Die Vertreter der Rübenanbauer werden deshalb mit den Verantwortlichen von Pfeifer und Langen weiterverhandeln. Alexander Sommermeier geht davon aus, dass dies im März geschehen wird.

Auch im vergangenen Jahr waren die „Erträge auf höchstem Niveau“, wie Dr. Stefan Brinker, Leiter der Abteilung Landwirtschaft bei Pfeifer und Langen, erklärt. Für ihn „ist die frühe Aussaat entscheidend für die hohe Ernte“. Die Rüben waren bis Mitte April im Boden, haben die Frühjahrstrockenheit gut überstanden und durch den Sonnenschein und die Wärme im August viel Zucker gebildet, erklärt Alexander Sommermeier. Was sich auch positiv ausgewirkt habe, sei das Abdecken der Mieten nach dem Roden. Untersuchungen zeigten, dass abgedeckte Zuckerrübenmieten weniger verschmutzt waren und einen höheren Zuckergehalt aufwiesen.

Der Anbau von Zuckerrüben wird für Landwirte in unserer Region offensichtlich wieder interessanter. Vor Beginn der Zuckermarktordnung sind viele Anbauer ausgestiegen. Zwar sinkt die Zahl der Bauern, die Zuckerrüben auf ihren Feldern aussäen und ab September roden weiterhin. „Doch es sind auch wieder viele neu eingestiegen“, stellt Alexander Sommermeier erfreut fest. Zur Fabrik im lippischen Lage lieferten in der letzten Kampagne 808 Bauern und Landwirte. Die 772 345 Tonnen Rüben, die verarbeitet wurden, wuchsen auf 9068 Hektar und hatten im Schnitt bei der Anlieferung in der Fabrik einen Zuckergehalt von 18,6 Prozent. Das ist ein Rekordergebnis für unsre Region. Das bedeutet: Es wurden rund 13 Tonnen Zucker je Hektar geerntet.

Der Blick auf das Jahr 2012 ist erfreulich für die Bauern, womit sie hadern, ist die Zuckermarktordnung und das Auslaufen der Quotenregelung im Jahr 2015. Sie fordern mit Nachdruck die Verlängerung der Zuckermarktordnung bis 2020. Auch aus anderen EU-Staaten, in denen Zuckerrüben angebaut werden, kommt Unterstützung. Das Europäische Parlament beschäftigt sich im März mit diesem Thema. Derzeit zeichnet sich ein Votum für die Verlängerung ab.



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