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Wald, Feld und Flur werden beim Umwelttag von Flaschen, Spanplatten, Zeitungsstapeln und Autoreifen befreit

Ein 25-Kubikmeter-Container voller Umweltsünden

Hessisch Oldendorf (ah). Zwei große Pkw-Anhänger voller Autoreifen – mit und ohne Felge – trugen Mitglieder aller 24 Ortswehren am Umwelttag im Stadtgebiet zusammen. Dadurch kann die Natur aufatmen. Mit den Autoreifen könnten die Feuerwehrleute aber auch einen wichtigen Beitrag zur Entwicklungshilfe leisten, schließlich werden daraus in Nepal und Äthiopien Taschen und Schuhsohlen hergestellt. Diese Handarbeit bietet Menschen, die kaum wissen, wie sie ihre Familien ernähren sollen, eine sichere Einkommensquelle und setzt sich im fairen Handel immer stärker durch. Hierzulande gibt es genügend Umweltsünder, die Autoreifen bewusst dort entsorgen, wo sie nicht hingehören.

veröffentlicht am 12.04.2010 um 16:31 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 14:41 Uhr

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Achtlos weggeworfen wurden in Wald, Feld und Flur auch unzählige Flaschen, Schrott, ein defektes Keyboard, Malerutensilien oder ein Aktenkoffer. „Einen 25 Kubikmeter-Container voller Müll brachte die Umweltaktion 2010 zutage – zusätzlich zu den Reifen, das ist in etwa so viel wie im letzten Jahr“, erklärt Baubetriebshofleiter Hans-Friedrich Priebe. Der angelieferte Müll wurde auf dem Bauhof sogleich getrennt. „Als Stadtfeuerwehr freuen wir uns natürlich, dass sich alle Ortswehren am Umweltschutz beteiligen“, lobt Stadtbrandmeister Hans-Jürgen Hoffmann. Zum Dank erhält jeder Ortsteil 100 Euro aus der Stiftung Bürgerschaftliches Engagement, die unter allen mitwirkenden Vereinen aufgeteilt werden.

Zu Beginn der einmal im Jahr stattfindenden Aktion geben die Ortsbrandmeister Müllsäcke des Bauhofs an alle Mithelfenden aus und regeln den Transport zu den verschiedenen Einsatzgebieten. In Welsede, wo die Dorfgemeinschaft die Ortswehr beim Müll-Sammeln unterstützt, entdecken der neunjährige Philip und der ein Jahr ältere Kevin von der Jugendfeuerwehr in schönster Natur Unrat. Nahe des Dömich-Wehrs, wo im Sommer 2008 ein von Wiese umgebenes Bachbett für den Rohder Bach entstanden ist, haben sie zusammen mit dem 18-jährigen Manuel alle Hände voll zu tun, meterlange Planen zu beseitigen. Horst Beins aus der Altersabteilung der Welseder Ortswehr, der die drei begleitet, weiß, wo besonderer Handlungsbedarf ist. Nicht weit vom Rohder Bach entfernt, dicht am Spazierweg, liegt im Gestrüpp alles voller Flaschen, Spanplatten, Zeitungsstapel.

„Vor 50 Jahren war hier mal ein Schuttplatz“, erinnert sich Beins und ergänzt: „Vielleicht haben einige noch nicht begriffen, dass es den schon lange nicht mehr gibt.“

Philip, Horst Beins, Manuel und Kevin spüren in wunderschöner Na
  • Philip, Horst Beins, Manuel und Kevin spüren in wunderschöner Natur große Mengen Müll auf.

Da hat sich ein Zeitungsausträger die einfache „Variante“ des Verteilens gewählt.



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