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Beim vierten „Stadtgespräch“ stand der freiwillige Einsatz wieder im Mittelpunkt

Ehrenamts-Oscar für engagierte Bürger

Hessisch Oldendorf (doro). Was Hollywood der Oscar, ist Hessisch Oldendorf die Ehrung engagierter Bürger. Statt der Trophäe fürs Regal gibt es eine Blume für die Vase und einen Umschlag vom Bürgermeister. Um dem Stadtgespräch Glamour zu verleihen, hat man auch bei der vierten Veranstaltung versucht, mit dem Überraschungsfaktor bei den Kandidaten zu punkten – zumindest teilweise. Doch die Bürger sind einfach zu umtriebig: Im nächsten Jahr wird man die „Geheimhaltung“ aus Organisationsgründen wohl aufgeben. Anders als in Hollywood sind Spezialeffekte in Hessisch Oldendorf aber auch nicht das Wichtigste, sondern das, was die Auserwählten in den Augen ihrer Ortsbürgermeister besonders macht.

veröffentlicht am 11.06.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 17:21 Uhr

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Geehrt wurde auch diesmal eine Mischung ganz unterschiedlicher Bürger, die aber eines eint: tatkräftiges Engagement für die eigene Stadt, das Heimatdorf, Institutionen, Vereine oder Menschen. Einsatz, der sich abhebt vom Mittelmaß, vor allem, was investierte Zeit und Intensität betrifft.

Herm Henkel, vorgeschlagen von Ortsbürgermeister Friedrich Koch. Ohne Herm Henkel ist das Süntelbad Haddessen nicht denkbar. Seine Verdienste aufzuzählen, hätten den Rahmen der Veranstaltung gesprengt, hieß es. Nur soviel: Sein unermüdliches Engagement für das Bad mündet im nächsten Jahr ins 40-jährige Jubiläum als Vereinsvorsitzender.

Traugott Grundmann, vorgeschlagen von Ortsbürgermeister Claus Clavey. Er und sein Sohn Christian haben die Stadt bei den VW-Veteranen in aller Welt bekannt gemacht. Wenn Hessisch Oldendorf im nächsten Jahr beim sechsten Käfertreffen wieder zum Nabel der Welt für Bug-Fans wird und der Stadt für ein Wochenende zu Kultstatus verholfen wird, dann ist das der Verdienst der beiden Grundmanns und ihres Teams.

Ulfa Homann, vorgeschlagen von Ortsbürgermeister Jost Beckmann, ist seit 20 Jahren im Ortsrat und hat sich sowohl in diesem Gremium als auch in der Dorfgemeinschaft Rumbeck, der sie ebenfalls seit über 20 Jahren vorsteht, mit viel Engagement für die Belange der Bürger eingesetzt. „Sie war immer die treibende Kraft bei allen Aktivitäten“, lobte der Bürgermeister in seiner Rede.

Uwe Beerberg, vorgeschlagen von Ortsbürgermeister Horst Jeske, hat das Gesicht und die Aktivitäten der Leichtathletik des TSC Fischbeck in den letzten 33 Jahren geprägt. Viele Aktionen und Erfolge sind ohne ihn nicht denkbar. Das Gründungsmitglied der Leichtathletiksparte sorgte unter anderem dafür, dass Kinder und Jugendliche gezielt trainiert werden.

Heinz Haupt und Horst- Günter Holste, vorgeschlagen von Ortsbürgermeister Dr. Dieter Claus, setzen sich seit Jahren auf unterschiedliche Weise für die Dorfgemeinschaft Zersen ein. Ihr größter Verdienst ist wohl der Umbau der alten Schule zum Feuerwehrhaus. Holste erfüllte sich den Traum vom Aufbau einer Ausstellung mit Feuerwehrexponaten, die viele Besucher begeistert.

Augen auf! – Initiative für Kinder, Bürgermeister Harald Krügers Entscheidung ist auf eine Initiative junger Menschen gefallen, die sich im Stadtgebiet für sozial benachteiligte Kinder starkmacht und schon viele Projekte durchgeführt hat. Verantwortlich sind momentan Isabel Voltmer, Meike Förster und Pia Willeke. Pastor Michael Hensel ist Geschäftsführer, Silke Schmidt hilft bei Anträgen und gibt Einzelhilfe.

Wilhelm Walthemathe, vorgeschlagen von Ortsbürgermeister Fritz Meier, ist auf breiter Basis ehrenamtlich tätig für die Ortschaft Rohdental. Neben seinem langjährigen Engagement in Vereinen und Kommunalpolitik ist er im Seniorenbeirat aktiv und hat ehrenamtlich die Aufbereitung der Altersstrukturen und deren Entwicklung in den Dörfern übernommen.

Erhard Krumm, vorgeschlagen von Ortbürgermeister Klaus Brzesowsky, ist Gründer des Jugendspielmannszuges Rot-Weiß Hemeringen, heute bekannt als Brassband. Sein Musikzug hatte früh eine solche Sogwirkung, dass man zum Teil mit zwei Bussen zu Aufführungen fuhr. Erhard Krumm ist Gründer, Ausbilder und Chef in Personalunion und blickt auf zahlreiche Erfolge zurück.

Bürgermeister Harald Krüger hielt seine Rede bei strahlendem Juniwetter und ließ kein Thema, das derzeit in Hessisch Oldendorf aktuell ist, aus.

Fotos: doro

Die Geehrten mit Bürgermeister Harald Krüger: Die jungen Frauen der Initiative „Augen auf“ heben den Frauenanteil gewaltig.



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