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Zunächst muss Plan erarbeitet und eingereicht werden / Umsetzung der Maßnahmen nicht vor 2011

Dorferneuerung – jetzt geht es an die Arbeit

Fischbeck (pj). Der Geltungsbereich für die Dorferneuerung wurde ausgeweitet. Das frühere Ausflugslokal „Weißes Haus“ und der Grillplatz am Pötzer Kirchweg sind hinzugenommen worden, teilt Werner Schrandt mit. Er ist vom Arbeitskreis Dorferneuerung, der im Januar seine Arbeit aufgenommen hat, zum Sprecher gewählt worden.

veröffentlicht am 18.02.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 18:41 Uhr

Der Dorfplatz am Nährenbach zählt zu den historischen Bereichen
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Projektleiterin Martina Kexel von der Stadtverwaltung nennt die Bereiche, in denen Dorferneuerungsmaßnahmen durchgeführt werden sollen. Es sind dies: der historische Ortskern und die historischen Straßenzüge inklusive „Weißes Haus“, die Weibecker Straße bis zum Siedlungsrand. Die Bahnhofstraße soll nach der Abkoppelung von der B 83 nur noch bis zur Einmündung „Goldbinnen“ einbezogen werden.

Platz am Goldbinnen

wird bald umgestaltet

Für den Platz gegenüber der neuen Abfahrt von der Bundesstraße am Eingang zum Gewerbegebiet „Goldbinnen“ gibt es bereits Gestaltungsvorschläge. Diese wurden vom Heimatverein und von Anliegern erarbeitet. Da der Platz so etwas wie „eine Visitenkarte des Ortes ist“, wie Werner Schrandt sagt, soll mit Gestaltungsarbeiten bald begonnen werden, auch wenn dafür kein Geld aus dem Dorferneuerungstopf fließt.

Nach einer Anfrage in der Sitzung des Arbeitskreises Dorferneuerung sprachen sich viele Mitglieder dafür aus, auch den Grillplatz oberhalb des Taubblindenheims in den Geltungsbereich aufzunehmen. „Der Einbezug des Grillplatzes ist wünschenswert; um den Platz aufnehmen zu können, bedarf es allerdings einer abschließenden Klärung mit der GLL (Behörde für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften)“, sagt die Diplom-Ingenieurin Martina Kexel.

So soll der Platz gegenüber der Abfahrt von der B 83 aussehen.

Den Grund, dass Fischbeck nach Jahren des Wartens doch noch ins Dorferneuerungsprogramm gekommen ist, sieht Werner Schrandt darin, dass bereits Gestaltungspläne existierten. So haben Fischbecker sich im Frühjahr 2007 in einer „Bürgerwerkstatt“ Gedanken darüber gemacht, wie Bereiche des Dorfes aufgewertet werden können. Fachliche Anleitung gab es vom Landschaftsplaner Helmut Mextorf und von Martina Kexel. Heraus kam ein Plan, der jetzt mit der Dorferneuerung umgesetzt werden könnte. Doch bevor es soweit ist, müssen erst die Genehmigung und die Mittelzuteilung erfolgen. Es dürfte bis 2011 dauern, bis die Stadt mit öffentlichen Maßnahmen beginnen kann. Bei privaten Maßnahmen könnte die Umsetzung unter Umständen etwas früher erfolgen.

Zunächst geht es darum, mit dem Arbeitskreis den Dorferneuerungsplan zu erstellen. Dann muss dieser Plan eingereicht und der Kostenrahmen ermittelt werden. Dies soll bis zum Ende diesen Jahres erfolgen. „Die GLL wird bis spätestens Ende des zweiten Quartals 2010 den Plan und den Finanzrahmen prüfen – bei einem Ortstermin Mitte 2010 wird der genehmigte Dorferneuerungsplan wahrscheinlich überreicht und der Finanzrahmen mitgeteilt“, erklärt Martina Kexel.

Private Vorhaben können

frühestens 2010 beginnen

Erst danach kann mit den öffentlichen Maßnahmen begonnen werden. Da die Politiker des Stadtrates aber auch Geld für die Kofinanzierung bereitstellen müssen und dies im städtischen Haushalt eingearbeitet werden muss, ist mit einem Beginn der Arbeiten nicht vor 2011 zu rechnen.

Für private Vorhaben können Eigentümer Anträge stellen, wenn der Dorferneuerungsplan genehmigt ist. „Nur in seltenen Ausnahmefällen, wenn zum Beispiel Gefahr im Verzug ist durch Abgang historischer und erhaltenswerter Bausubstanz, kann davon abgewichen werden“, erklärt Martina Kexel. Mit dem Beratungsarchitekten Michael Wunder können Anträge auf Zuwendungen aus dem Dorferneuerungsprogramm des Landes Niedersachsen über die Stadt Hessisch Oldendorf beim GLL eingereicht werden. Zuwendungsfähig sind Ausgaben für die Erhaltung, Gestaltung und Verbesserung von denkmalgeschützten und denkmalwürdigen Anlagen, wie Wohngebäude und landwirtschaftliche Gebäude, die Umnutzung denkmalgeschützter und denkmalwürdiger Bausubstanz zu deren dauerhaften Erhaltung sowie die Wiederherstellung und Entwicklung historischer Gärten. Die Bausubstanz sollte mindestens älter als 50 Jahre sein. Martina Kexel und Werner Schrandt betonen, dass „erst nach Eingang der Genehmigung mit den privaten Maßnahmen begonnen werden darf“.



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