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Dirk Adomat regt kreisweiten „Zweckverband Bildung“ an

Die Zeit ist reif

Hessisch Oldendorf. Dirk Adomat hat vorgeschlagen, einen kreisweiten „Zweckverband Bildung“ zu gründen. In diesem sollen sich alle Städte und Gemeinden Hameln-Pyrmonts sowie der Landkreis zusammenschließen.

veröffentlicht am 15.02.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 04:21 Uhr

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Autor:

VON ROBERT MICHALLA
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Der Zweckverband soll für alle Bildungseinrichtungen verantwortlich sein, angefangen bei den Krippen und Kindertagesstätten über die Grund- bis hin zu den weiterführenden Schulen. Der Fraktionsvorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion in Hessisch Oldendorf und Chef der Zentralen Vollstreckungsbehörde beim Landkreis betonte, dass dies seine persönliche Meinung sei, die er mit niemandem abgesprochen habe.

Adomat reagiert mit seiner Idee unter anderem auf die laufenden Verhandlungen über die sogenannte Heranziehungsvereinbarung für die Kinderbetreuung. Sie regelt, wie viel Geld die Kommunen vom Landkreis dafür bekommen, dass sie Kindertagesstätten betreiben. Dies ist nämlich eigentlich Aufgabe des Landkreises.

Den Städten und Gemeinden erscheinen die Überweisungen aus Hameln allerdings als zu gering. Nicht zuletzt Bürgermeister Harald Krüger (SPD) hatte daher damit gedroht, dass Hessisch Oldendorf die Vereinbarung im schlimmsten Fall kündigen werde, sollte sich der Landkreis nicht bewegen. Landrat Tjark Bartels (SPD) und seine Mitarbeiter müssten dann selbst sehen, wie die Kinder betreut werden.

Eine weitere Herausforderung sieht Adomat in der anhaltenden Diskussion über die Frage, wer weiterführende Schulen betreibt – die Städte oder der Landkreis? In einem offenen Brief hatten Schulleiter aus Hameln und Bad Pyrmont erst kürzlich begrüßt, dass die Städte Gespräche mit dem Landkreis aufgenommen hätten, die „zur Klärung der Schulträgerschaft mit dem Ziel der gemeinsam getragenen Verantwortung“ beitragen sollen. Es stelle sich die Frage, so die Schulleiter, „ob die enormen Kraftanstrengungen in den kommenden Jahren noch über die Aufteilung auf drei Schulträger gewährleistet werden können“. Das dürfte fast klingen wie Musik in Adomats Ohren.

„Die Zeit ist reif, jetzt einen Zweckverband Bildung zu gründen“, sagte er gestern. „Wir sollten uns überlegen, ob wir das Thema Bildung in der Region nicht in einen großen Topf werfen sollten.“ Der Zweckverband könne dann zum Beispiel für das komplette Thema der Gebühren verantwortlich sein, auch alle Hausmeister an Schulen und Erzieher in Kindergärten könnten künftig unter dem Dach eines Zweckverbandes beschäftigt werden. Der Vorteil laut Adomat: Die Städte und Gemeinden müssten keine Verantwortung abgeben und würden sich trotzdem Arbeit teilen.

Verbündete könnte Adomat ganz in seiner Nähe finden – und zwar im Kreishaus selbst. Carsten Vetter, Vertreter des Landrates und quasi Kreis-Kassenwart, sagte bereits, er wünsche sich gerade im Hinblick auf die Kinderbetreuung „langfristige Lösungen“. Und Vetters Kollegin Petra Broistedt, zuständige Kreisrätin fürs Soziale, hatte bereits ein landkreisweit einheitliches Gebührenmodell gefordert. Derzeit variieren in Hameln-Pyrmont die Elternbeiträge für den Betreuungsplatz eines Kindes unter drei Jahren von 134 bis 225 Euro im Monat. Adomat sagte über die Idee eines Zweckverbandes: „Meine ganz persönliche Meinung lautet: Wir sollten ein größeres Rad drehen.“

Dirk Adomat: „Wir sollten uns überlegen, ob wir das Thema Bildung in der Region nicht in einen großen Topf werfen sollten.“rom



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