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Initiative weist Kritik wegen zu wenig Anmeldungen zurück / Für Nachzügler gibt es noch Fragebögen

„Die Schülerzahlen reichen aus für eine IGS“

Hessisch Oldendorf (ll). Die Elterninitiative für eine Integrierte Gesamtschule (IGS) in Hessisch Oldendorf reagiert mit Kritik auf die Bedenken des ehemaligen stellvertretenden Leiters der IGS-Planungsgruppe in Hameln, Markus Kluba. Von einer „Fehleinschätzung“ seitens Kluba spricht Initiativensprecher Reinhard von Aulock.

veröffentlicht am 31.08.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 10:41 Uhr

Aus der Oberschule in Hessisch Oldendorf könnte eine IGS werden, wenn genügend Elterninteresse besteht.  Foto: Archiv/Dana
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Der Pädagoge Kluba hatte am vergangenen Samstag gegenüber unserer Zeitung kritisiert, dass durch die in einem Infoschreiben der Initiative gewählten Formulierungen eine „verfälschte Bedarfserhebung“ zu befürchten sei. Derzeit führt der Landkreis eine Befragung zum grundsätzlichen Interesse an einer IGS in Hessisch Oldendorf durch. Kluba bemängelte, dass die Elterninitiative den Anschein erwecke, es handele sich dabei um eine Abstimmung für oder gegen die IGS. Weiterer Kritikpunkt: „Eine IGS, die zu wenig Anmeldungen hätte, wäre auf Dauer mindestens finanziell bedenklich“, äußerte sich Kluba. Auch sei konzeptionell eine gewisse Schülerzahl für die Einrichtung einer Oberstufe erforderlich. Kluba befürchtete sogar, dass eine IGS in Hessisch Oldendorf in einigen Jahren zu wenig Anmeldungen haben könnte.

Die IGS-Initiative weist hingegen darauf hin, dass „allein die Schülerzahlen in Hessisch Oldendorf für eine IGS ausreichen“. Reinhard von Aulock führt dazu Erfahrungen aus dem Landkreis Schaumburg an: Wenn Schüler aus Nachbargemeinden hinzukommen, dann sei davon auszugehen, dass „sich an einer neuen IGS in Hessisch Oldendorf mehr als 120 Schüler pro Jahrgang anmelden würden“.

Von Aulock macht aufmerksam auf das Beispiel der IGS in Obernkirchen. Die derzeitige didaktische Leiterin Karoline Tietjen habe bei einer Infoveranstaltung der Initiative auf eine ähnliche Situation zur Gründungsphase der IGS in Obernkirchen dargestellt, wie sie zurzeit in Hessisch Oldendorf vorliege. Demnach hätten sich, so von Aulock, zwischen 80 und 90 Schüler an der bis dahin bestehenden Haupt- und Realschule angemeldet. In diesem Sommer seien an der IGS Obernkirchen nunmehr 165 Anmeldungen eingegangen.

Von Aulock ist davon überzeugt, dass sich auch in Hessisch Oldendorf durch „eine attraktive Schulform mit einem gymnasialen Zweig die Schülerzahl deutlich erhöht“. Als stützendes Argument fügt der Initiativensprecher die Entwicklung der Schülerzahlen an der neuen Oberschule in Hessisch Oldendorf an. Demnach sei die Zahl der Neuanmeldungen nach der Zusammenlegung von Haupt- und Realschule zur Oberschule, die keinen gymnasialen Zweig anbietet, um rund 40 Prozent gesunken. Lediglich 79 Schüler hätten sich für das Schuljahr 2011/12 neu angemeldet. Die Prognose der Schülerzahlen bis 2017 reichten jedoch deutlich für das geforderte Minimum von 120 für eine IGS aus, so von Aulock.

Der Landkreis Hameln-Pyrmont teilt unterdessen mit, dass für die Ermittlung des Elterninteresses an der Errichtung einer IGS in Hessisch Oldendorf alle Geburtenjahrgänge ab dem 1. Juli 2001 berücksichtigt werden. In Einzelfällen sei es jedoch möglich, dass Grundschulkinder, etwa durch das Wiederholen einer Klasse oder einer verspäteten Einschulung, vor diesem Stichtag geboren sind und die Eltern daher keinen Befragungsbogen erhalten haben. Auch diesem Personenkreis solle aber ermöglicht werden, an der Befragung teilzunehmen.

Auch Eltern von Hamelner Grundschülern, die bislang keinen Befragungsbogen erhalten haben, werden daher gebeten, sich mit der Grundschule ihres Kindes oder aber mit Klaus Volkmar vom Fachdienst Schulen, Telefon 05151/9033700, in Verbindung zu setzen. Die Nachmeldungs-Formulare können bis Donnerstag in der Grundschule, bis Montagmittag im Kreishaus abgegeben werden.



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