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In Großenwieden setzen 4500 Fahrzeuge jährlich über

Die nördlichste Hochseilfähre auf der Weser

Großenwieden. Nach ihrer Generalüberholung in den vergangenen Wochen hat die Fähre Großenwieden ihre technische Abnahme durch die Zentralstelle für die Schiffsuntersuchungskommission (SUK) erfolgreich absolviert. Per Schwerlastkran wurde das traditionsreiche Wassergefährt Ende vergangener Woche wieder in die Weser gehievt, und mit Verlängerung des Fährzeugnisses soll es ab kommenden Donnerstag wieder Großenwieden und Rumbeck verbinden.

veröffentlicht am 25.04.2016 um 18:11 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:26 Uhr

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Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Coppenbrügge-Salzhemmendorf zur Autorenseite
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Seit Ende März ruhte der Fährbetrieb in Großenwieden aufgrund der Sanierungsarbeiten. Eine Grundsanierung der Fähre wird in einem fünfjährigen Rhythmus vorgenommen. Die Generalüberholung am Unterwasserbereich der Fähre wurde diesmal erstmalig auf einem kreiseigenen Grundstück unterhalb der Fuhlener Brücke erledigt. Dadurch konnte auf die bislang erforderliche Straßensperrung in der Ortschaft Großenwieden verzichtet werden.

Fährverbindung

besteht bereits seit Jahrhunderten

Die Fährverbindung zwischen Großenwieden und Rumbeck besteht bereits seit Jahrhunderten. Bereits 1782 wurde den Einwohnern von Großenwieden die kostenlose Überfahrt garantiert, ein verbrieftes Privileg, das bis heute seine Gültigkeit behalten hat. Im Jahre 1897 hatte der Kreis Rinteln, später Landkreis Grafschaft Schaumburg, die Fähre von der damals selbstständigen Gemeinde Großenwieden, die heute zur Stadt Hessisch Oldendorf gehört, übernommen. Unter der Regie des Landkreises Hameln-Pyrmont wird die Weserpassage erst seit ungefähr 30 betrieben.

Erst im Rahmen der Kreis- und Gebietsreform wurde die Fähre am 31. Juli 1977 an den Landkreis Hameln-Pyrmont übertragen.

In der Woche nutzen vor allem Landwirte die Verbindung, um fährgeldfrei auf ihre Felder zu gelangen. Aber spätestens an den Wochenenden rufen Radfahrgruppen, Wanderer und Skater, die auf dem Weserradweg unterwegs sind, nahezu pausenlos „Fährmann hol über“, denn die Fähre ist schon seit langem kein Geheimtipp mehr. Jährlich lassen durchschnittlich über 4500 Fahrzeuge und 2500 Personen übersetzen. Im Jahre 1979/80 wurde der Fähranleger etwa 50 Meter stromaufwärts verlegt und befindet sich damit jetzt an einem Nato-Weserübergang bei Flusskilometer 151,9. Etwa zur gleichen Zeit wurde die im Jahre 1960 gebaute Fähre, die 1981 von Kelsterbach am Main überführt worden ist, mit einem 35- kW-Hilfsmotor ausgerüstet. So ist der Fährbetrieb auch bei geringer Weserströmung gesichert. Die Bedeutung der Fähre liegt in der Anbindung der Landesstraße 433 an die Bundesstraße 83.

Bei der heute eingesetzten Fähre handelt es sich um eine Gierseilfähre mit Schottelnavigator. Beim „Gieren“ wird die Energie des strömenden Wassers ausgenutzt, um die Bewegungen eines schwimmenden Gegenstandes senkrecht zur Strömungsrichtung zu erreichen. Damit hat die Gierseilfähre im Vergleich zur Motorfähre einen wesentlich geringeren Energieaufwand, ohne dass sich die Überfahrtszeiten wesentlich verlängern.

Die Fähre bietet Platz für 45 Personen oder vier Pkw bei einer maximalen Tragfähigkeit von 18 Tonnen. Es ist die nördlichste Hochseilfähre auf der Weser.

Info: Fährzeiten

Die Fähre in Großenwieden verkehrt ab Donnerstag, 28. April auch in dieser Saison wieder bis einschließlich Oktober täglich von 9 bis 19 Uhr (Mittagspause von 12 bis 12.30 Uhr). Fahrtzeiten von November bis einschließlich März sind

täglich von 10 bis 16 Uhr (keine Mittagspause), vom

16.12. bis 14.02. ist montags geschlossen. Di - So. von 10 bis 16 Uhr

(keine Mittagspause).



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