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In sechs Jahrzehnten zum modernen Fachkrankenhaus – Spezialgebiet: Schlaganfälle

Die Klinik auf dem Berg

HESSISCH OLDENDORF. Knapp 60 Jahre nach ihrer Gründung bietet die BDH-Klinik nicht nur eine umfassende Rehabilitation für alle Menschen, von der Intensivstation bis zur Reintegration an den Arbeitsplatz, sondern sie ist auch ein modernes Fachkrankenhaus. Am Tag der offenen Tür machten sich Besucher selbst ein Bild davon.

veröffentlicht am 24.08.2016 um 15:12 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:26 Uhr

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Autor:

Annette Hensel
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„Das heißt, dass Notfallpatienten rund um die Uhr behandelt werden können“, erklärt Geschäftsführer Uwe Janosch. Besonders spezialisiert habe sich die Klinik auf die Behandlung akuter Schlaganfälle, die auf der seit mehr als elf Jahren bestehenden Stroke Unit versorgt werden können. „Diese Stroke Unit wurde bereits mehrfach durch die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft zertifiziert und garantiert eine Behandlung auf dem modernsten Stand der Medizin“, so Prof. Jens Rollnik.

Das Interesse an der Klinik ist überraschend groß – das zeigte sich jetzt, als mehrere hundert Besucher bei einem Tag der offenen Tür die Gelegenheit nutzten, die Gebäudekomplexe nebst neugeschaffenen Rehabilitandenzimmern kennenzulernen und einen Einblick in sämtliche Therapie- und Diagnostik-Angebote zu erhalten.

„Dabei ist uns auch wichtig, dass unsere Mitarbeiter die Gäste über Sinn und Zweck der Angebote aufklären, weil da ein großer Informationsbedarf besteht“, erklärt Steffi Tümpel, Qualitätsmanagementbeauftragte der Klinik. Viele Bürger in den umliegenden Ortschaften haben schon von der „Klinik auf dem Berg“ gehört, kennen auch den Namen, wissen aber nicht, wie umfangreich und verzahnt das Behandlungsangebot ist, erklärt sie weiter. „Es geistert eben immer noch in den Köpfen herum, dass die BDH-Klinik ein Kriegsversehrtenheim sei“, meint Chefarzt Rollnik.

Die Lehrküche mit Diätberatung. Foto: ah

„Erstaunt haben sich mehrere Besucher darüber gezeigt, dass Patienten oder Rehabilitanden hier in der Klinik neue Wege für ihr zukünftiges Leben einschlagen können, wenn sie durch Unfall oder schwere Erkrankung nicht mehr in der Lage sind, den erlernten Beruf weiter auszuüben“, berichtet Steffi Tümpel. In der BDH-Klinik haben sie die Möglichkeit, andere Berufe für zukünftige Umschulungsmaßnahmen in verschiedenen Bereichen auszutesten, beispielsweise in den Werkstätten, die mit vielfältigen modernen Maschinen und Werkzeugen, etwa einem 3D-Drucker ausgestattet sind. „So können sie den Grundstein für ihre weitere berufliche Tätigkeit legen – dabei werden Empfehlungen der Therapeuten, Psychologen und Ärzte der Klinik einbezogen, vor allem aber die Wünsche des Rehabilitanden berücksichtigt“, betont sie.

Interessiert habe viele Besucher auch, wie in der BDH-Klinik Angehörige in den Rehabilitationsprozess einbezogen werden – dass sie auch psychologische und praktische Unterstützung durch die Neuropsychologie und den Sozialdienst erhalten können. Einige der Gäste waren übrigens selbst vor vielen Jahren Patienten oder Angehörige von ehemaligen Patienten. Sie reagierten sehr positiv auf die baulichen Veränderungen der letzten Jahre und auf die neuen Möglichkeiten, die nun zur Verfügung stehen.

Auf großes Interesse stieß auch der rote Londoner Doppeldecker-Bus zum Thema Schlaganfall und Diabetes. Dort kam es zu angeregten Gesprächen mit dem Fachpersonal des Bereichs Pflegedienst und Diätassistenz und Prof. Rollnik. Er wies wiederholt darauf hin, wie wichtig es sei, die Zeichen eines Schlaganfalls zu erkennen und sofort den Notruf 112 abzusetzen. „Wenn halbseitige Lähmungen, Gefühls-, Sprach- oder Sprechstörungen, Doppelbilder oder andere Sehstörungen wie etwa eine plötzliche Blindheit auf einem Auge auftreten, dann ist höchste Eile geboten“, so Rollnik und ergänzt: „Nur wer dann umgehend handelt und den Notruf wählt, kann auf eine schnelle und effektive Behandlung auf einer Stroke Unit hoffen.“



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