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Zum Kirchweihfest kommen auch Rintelner in die katholische „Filialkirche“

„Die Fusion ist ein zartes Pflänzchen“

Hessisch Oldendorf (ah). Viele Fahrzeuge parkten vor der katholischen Kirche, neben HM-Autokennzeichen etliche aus dem Landkreis Schaumburg. „Ich habe das Gefühl, da wächst etwas zusammen“, sagt Elfi Rademacher. Ihr Mann Joachim ergänzt: „Die Fusion ist ein zartes Pflänzchen, das sorgsam gewässert werden muss – im Vorfeld ist halt erst mal etwas zerschlagen worden.“ Wichtig sei eine Bereitschaft der Katholiken ihren Anteil am Gelingen der Zusammenführung der Gemeinden zu leisten.

veröffentlicht am 20.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 09:41 Uhr

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Beim Kirchweihfest in „St. Sturmius Filialkirche St. Bonifatius“, wie die katholische Gemeinde in Hessisch Oldendorf seit der Fusion Anfang September betitelt wird, feiern zahlreiche Rintelner mit. „Ich freue mich, dass in der Messe so viele junge Familien aus der gesamten Gemeinde vertreten waren“, sagt Kirchenvorsteherin Kerstin Julitz und ergänzt: „Es geht voran.“ Doch sie gibt auch zu: „Einzelne aus unserer Gemeinde, die sich mit der Fusion schwertun, orientieren sich um.“

„Natürlich bedeutet die Fusion für alle eine Umstellung, aber ich kann doch nicht sagen, ich will damit nichts zu tun haben“, erklärt Christa Iwan aus Großenwieden. „Wir haben doch nichts verloren, sondern eine größere Gemeinde bekommen.“ Sie fährt fort: „Früher sind wir aus allen Dörfern zu Fuß nach Hessisch Oldendorf gekommen, um als Gemeinde zusammenzufinden, wenn das jetzt für manche mit Rinteln nicht möglich sein soll, ist das für mich ein Armutszeugnis.“ Bequemlichkeit gehe vielleicht flöten, dafür könne Vertrautheit aufgebaut werden, so Iwan.

„Auch für uns Rintelner ist die Fusion gewöhnungsbedürftig, aber es gab eben keine Alternative“, betont Klaus Reimann. Seine Frau Traudel berichtet von einem gemeindeübergreifenden Erfolgsprojekt: „In Rinteln gibt es seit Jahren keinen Kirchenchor mehr, daher singen wir im Kirchenchor St. Maria Hemeringen mit, der Gottesdienste in Rinteln und im Hessisch Oldendorfer Stadtgebiet gestaltet – und das verbindet.“

Die Gründe für die Zusammenlegung der Gemeinden seien nachvollziehbar, trotzdem falle es schwer zu akzeptieren, dass der Pfarrer nicht mehr vor Ort wohne, keine Ansprechpartner in der Nähe seien, sagt Susanne Weber aus Pötzen. „Aber durch die Fusion sind neue Ideen entstanden, zugleich bleibt Bewährtes erhalten“



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