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„WeserErleben“ soll Einheimische und Tagestouristen anlocken / Förderzusage vom Land für Juli erwartet

Die Extra-Schleife für Radler

Hessisch Oldendorf. Er soll rund 30 Kilometer lang sein und Radfahrern besondere Anziehungspunkte im Bereich zwischen Hessisch Oldendorf und Rinteln nahebringen: die geplante Rund-Radroute „WeserErleben“. Eine Konkurrenz für den Weserradweg? Sicher nicht, sagt Wilhelm Kuhlmann vom Amt für Wirtschaftsförderung beim Kreis. Die Erfahrung zeige, dass die meisten Weserradweg-Touristen keine Extra-Runden drehten. Und auf Nachfrage bei der Weserbergland Touristik stellt sich heraus: Der neu geplante Radweg ist dort noch nicht einmal bekannt. Die neue Rad-Schleife soll also in erster Linie Tagestouristen und Einheimische anlocken – dennoch sei es wünschenswert, sie bei der Vermarktung in den Weserradweg mit einzubeziehen, so Kuhlmann.

veröffentlicht am 11.04.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 01:41 Uhr

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Autor:

von andrea Tiedemann
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Entlang der Strecke sollen in acht Stationen auf Tafeln Informationen zur Entstehung der Weserniederung und der Weserauen, zur Flora und Fauna in und an der Weser, zur Weser als Verkehrs- und Lebensader, aber auch zum Kiesabbau und Folgenutzungen gegeben werden. Schwerpunkt des Projektes ist das Naturschutzgebiet in Hohenrode. Von einem Aussichtsturm innerhalb des ehemaligen Kiesabbaugebietes soll den Besuchern die Möglichkeit gegeben werden, ungestört Vögel wie Fischadler, Flussseeschwalbe usw. zu beobachten. In einer Schutzhütte in direkter Nachbarschaft zur Weseraue sollen Antworten auf Fragen wie „Was ist so besonders an dieser Auenlandschaft?“ oder „Was macht sie so schützenswert?“ gegeben werden. Im Bereich von Hessisch Oldendorf sind es verschiedene Aspekte, die hier beleuchtet werden könnten, sagt Dietmar Meier vom Naturschutzbund Hessisch Oldendorf. Vom Fischaufstieg in der Weser über Wasservögel, die in großen Rasträumen zum Überwintern bleiben, bis hin zu regelmäßig brütenden Weißstörchen – eine solche Radroute führe sicher dazu, dass mehr Menschen sich der Bedeutung der Natur-Räume für die Tiere bewusst würden, sagt Meier. Die bisherige Planung sieht vor, dass Stationen zur Gewässer-Renaturierung bei Fuhlen, die Koverdsche Weide, die Hangkante mit Obstwiesen zwischen Rumbeck und Hohenrode und Großenwiedens Seenplatte gute Verschnaufpausen bieten würden. Auch die Fähre in Großenwieden soll einbezogen werden.

Restkosten teilen sich Landkreis und Stadt

Doch bevor der Radweg überhaupt umgesetzt werden kann, muss, abgesehen von der politischen Entscheidung, noch gewartet werden – und zwar auf Geld. Die Kosten für die Radroute belaufen sich „nach vorsichtiger Schätzung“, wie die Kreisverwaltung mitteilt, auf rund 260 000 Euro. Ursprünglich geplant waren 200 000 (wir berichteten). Vom Land Niedersachsen werde hierzu eine Zuwendung in Höhe von 70 Prozent erwartet, und zwar 50 Prozent aus EU- und Landesmitteln sowie weitere 20 Prozent aus zusätzlichen Landesmitteln für Naturparke. Das Förderprogramm bündelt Geld aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und vom Land Niedersachsen. Kuhlmann rechnet damit, dass im dritten Quartal des Jahres eine Bewilligung vorliegen wird. Die restlichen Kosten in Höhe von 9000 Euro werden auf Landkreis und Stadt Hessisch Oldendorf verteilt.

Am Montag beschäftigen sich die Mitglieder von Hameln-Pyrmonts Kreisausschuss Erneuerbare Energien/Umwelt/ Wirtschaft mit einer entsprechenden Vereinbarung über die neue Radroute, die zwischen der Stadt Hessisch Oldendorf, der Stadt Rinteln und den Landkreisen Schaumburg und Hameln-Pyrmont geschlossen werden soll. Die Projektträgerschaft soll beim Landkreis Hameln-Pyrmont angesiedelt sein. Planung und Umsetzung erfolge in enger Abstimmung mit den Unteren Naturschutzbehörden, insbesondere auch mit dem Naturschutzbund als Eigentümer des ehemaligen Kiesabbaugeländes in Hohenrode, heißt es von der Kreisverwaltung.

Ein wichtiger Touristen-Magnet für die Radroute: die Weserfähre in Großenwieden. Dana



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