weather-image
Zwei Nachrücker haben noch Chancen auf einen Platz / Kriterienkatalog entscheidet

„Die Babys sind da“ – neue Krippe startet

Hemeringen (bj). „Heute sind die Babys gekommen“, sagt eine Vierjährige und guckt interessiert mit ihrer Freundin durch die Fensterscheiben in den Raum der Kinderkrippe im neuen Hemeringer Kindergarten. Die Mütter und Erzieherinnen strahlen, während die Kleinen fröhlich spielen. Bei diesem Anblick kann man sich nur schwer vorstellen, dass die Kinder erst seit wenigen Minuten in der Krippe sind.

veröffentlicht am 08.11.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 06:41 Uhr

270_008_4954187_lkho101_0811.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

„Es ist heute für mich eine Mischung aus Freude und Anspannung. Mir ist bewusst geworden, wie groß meine Kleine schon ist“, sagt Nicole Seliger, deren zweijährige Tochter Leonie ihren ersten Tag in der Krippe verbringt. Leonie gehört zu den ersten vier Kindern, die in der neuen städtischen Einrichtung aufgenommen wurden. „Es ist das Beste für Matheo, hier kann er altersgerecht spielen“, freut sich Monique Beeke. Als ihr ältester Sohn Niklas in den Kindergarten gekommen sei, habe sie geheult, beim zweiten Sohn sei es schon besser gewesen. „Nun kann ich mich für Matheo richtig freuen.“ Der Zweijährige ist Hahn im Korb, denn in den nächsten vierzehn Tagen läuft für ihn und drei Mädchen die Eingewöhnungsphase.

„Wir arbeiten grundsätzlich nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell. Die Eltern begleiten ihre Kinder während der ersten drei Tage, und wir Erzieher nehmen vorsichtig Kontakt zu den Mädchen und Jungen auf“, beschreibt Tabea Grutza-Gunjaca, Leiterin der Krippe. Erst am vierten Tag komme es zu einer kurzen Trennung von dem begleitenden Elternteil, diese Trennungszeit werde allmählich ausgedehnt, bis sich das Kind an die Erzieher gewöhnt habe. Die Heilpädagogin macht deutlich, dass sie und ihre Kollegin Heidi Köhler das Modell variabel handhaben, denn es komme auf das Kind an. So bei der knapp zweijährigen Lina, die ebenfalls den ersten Tag hineinschnuppert. „Lina hat kurz gewunken, und dann konnte ihre Mama gehen“, sagt Tabea Grutza-Gunjaca. Da Linas Bruder den Kindergarten besucht, sei dem Mädchen die Umgebung bereits vertraut. „Außerdem kennt Lina es auch schon, sich stundenweise von der Mutter zu trennen. Das macht ihr den Einstieg leicht“, erklärt die Heilpädagogin.

Die Hemeringer Krippe bietet Platz für 15 Mädchen und Jungen ab dem ersten Lebensjahr. Momentan sind sieben Kinder unter zwei Jahren angemeldet. Die gesetzliche Vorschrift sagt: Die 15 Plätze können dann nicht alle belegt werden, zwölf Mädchen und Jungen dürfen in diesem Fall nur betreut werden. Wenn bis Februar alle angemeldeten Knirpse aufgenommen sind, kommen diese auch aus den Ortsteilen Barksen, Fuhlen, Heßlingen und Lachem.

Zwei Plätze sind noch frei, deshalb wird der zuständige Amtsleiter Klaus-Dieter Leupold anhand des Kriterienkatalogs prüfen, wer Nachrücker sein wird. In Hemeringen wurde nun die dritte Krippe im Hessisch Oldendorfer Stadtgebiet eröffnet, die vierte ist in der Kernstadt am Dornröschenweg im Bau. Es war die städtische Einrichtung in Segelhorst, in der die ersten Kinder unter drei Jahren aufgenommen werden konnten, es folgte die Krippe in Fischbeck, bei der Stadt und katholische Kirche kooperieren.

Während die Neuankömmlinge Schritt für Schritt das Spielzeug in Beschlag nehmen, geben die Mütter den Erzieherinnen den einen oder anderen Hinweis, der in den nächsten Tagen im Umgang mit ihren Sprösslingen hilfreich sein kann. „Das ist genau die Arbeit, die ich immer machen wollte“, sagt Heidi Köhler. Sie war ein Jahr als Springerin in verschiedenen Kindergärten der Stadt tätig, nun hat sie einen festen Arbeitsplatz in der Hemeringer Krippe. Gruppenleiterin Tabea Grutza-Gunjaca verfügt über mehrjährige Erfahrung. „In der Familiengruppe in Rumbeck habe ich auch die Arbeit mit den unter Dreijährigen kennengelernt. Als ich gefragt wurde, ob ich die Gruppenleitung übernehmen wolle, habe ich sofort erfreut zugesagt.“ Unterstützt werden die Erzieherinnen von Birte Loose, die sich die Krippe für den Bundesfreiwilligendienst ausgesucht hat, um danach eine Ausbildung zur Erzieherin zu beginnen.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt