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Landkreis Hameln-Pyrmont prüft Unterlagen für Neubau / Wie geht es weiter?

Die alte Brücke ist noch lange nicht weg

Fuhlen. Noch rollt der Verkehr über die Weserbrücke bei Fuhlen – mit lediglich einer Einschränkung: Lkw müssen 30 Meter Abstand zu vorausfahrenden Lkw halten. Weitere Vorsichtsmaßnahmen wie beispielsweise eine Beschränkung der Tonnage gibt es nicht. Das denkmalgeschützte Bauwerk leistet nach wie vor seinen Dienst, obwohl das Ende nach mehr als 60 Jahren schon eingeläutet ist. Im Juni hatte die zuständige Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (Geschäftsbereich Hameln) Fuhlener Bürgern im Rahmen einer Infoveranstaltung die Planungen vorgestellt: Die alte Weserbrücke wird abgerissen und etwas versetzt durch einen Neubau ersetzt (wir berichteten).

veröffentlicht am 10.01.2014 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:05 Uhr

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Matthias Aschmann

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Matthias Aschmann Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Bis der erste Spatenstich gefeiert und nach Abschluss der Bauarbeiten dann das obligatorische rote Band durchschnitten werden kann, wird allerdings noch sehr viel Wasser die Weser hinunterfließen. Erst im Jahr 2015 soll mit den Bauarbeiten begonnen werden, voraussichtlich sogar erst Ende des Jahres. Inzwischen hat die Landesbehörde beim Landkreis Hameln-Pyrmont die Planungsunterlagen eingereicht, den Antrag auf Eröffnung des Planfeststellungsverfahrens gestellt. Das war laut Uta Weiner-Kohl, stellvertretende Leiterin des Geschäftsbereiches Hameln der Landesverkehrsbehörde, kurz vor Weihnachten.

Sandra Lummitsch, Pressesprecherin des Landkreises Hameln-Pyrmont, bestätigt den Eingang, vermag jedoch noch nicht zu sagen, wann das Planfeststellungsverfahren eröffnet wird. Die Unterlagen seien sehr umfangreich, die Prüfung entsprechend zeitaufwendig.

Unabhängig davon will die Landesbehörde den im Juni vorgestellten Vorentwurf für die neue Brücke im Detail überarbeiten, präzisieren und konkret aufstellen. Wie berichtet, soll sich die neue Brücke optisch kaum von der alten unterscheiden. Der charakteristische Stabbogen wird ein dominierender Bestandteil bleiben, die Fahrbahnbreite jedoch deutlich von 6,50 Metern auf dann 7,60 Meter verbreitert. Man passe die Fahrbahnbreite den modernen Erfordernissen an, betont Weiner-Kohl. Fußgänger und Fahrradfahrer sollen ebenfalls mehr Platz auf dem künftigen gemeinsamen Fuß- und Fahrradweg erhalten als bisher. Das sorge zugleich für mehr Sicherheit, erklärt Weiner-Kohl. Die Baumaßnahme soll zudem für alle Verkehrsteilnehmer ohne besondere Einschränkungen realisiert werden. Die alte Brücke bleibe in dieser Zeit geöffnet, eine Behelfsbrücke werde es nicht geben. Erst wenn die neue Brücke stehe und verkehrstechnisch angeschlossen sei, werde das alte marode Bauwerk abgerissen.

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Charakteristisch: Der Bogen der mehr als 60 Jahre alten Weserbrücke.

Die weiteren Schritte bis zum Baubeginn sind vorgegeben. Dem Planfeststellungsverfahren folgen die öffentliche Ausschreibung und dann das Vergabeverfahren. Wasserrechtliche Schwierigkeiten oder Probleme mit dem Naturschutz sieht die stellvertretende Leiterin nicht. Die sogenannten Träger öffentlicher Belange seien bereits 2012 eingebunden worden – dieser Bereich sei abgeschlossen. Sobald die alte Brücke abgerissen sei, werde das Gelände dort mit Bäumen und Gehölzen begrünt. Insgesamt müssten rund 1,4 Hektar Grün als Ausgleichsflächen geschaffen werden. Die Kosten sind auf rund 7,5 Millionen Euro veranschlagt worden. Ziel sei es, diesen Kostenrahmen auch einzuhalten.

Informativ: Diese Tafel an der früheren Gaststätte Weserterrasse in Fuhlen dokumentiert die Geschichte der Weserbrücken.



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