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Mopedtreffen: Mit der Zündapp von Celle bis nach Lachem / „Bei der Fahrt kribbelt es am ganzen Körper“

Der typische Zweitaktergeruch erinnert an die Jugend

Lachem (gro). „Rrrrr“ ertönt es beim Treten des ersten Kickstarters und dann das typische „Tänk, Tänk, Tänk“ des Zweitakters. Weitere 30 Kleinkrafträder folgen und dann starten die Fahrer unter der Führung von Renate Schulten zu der auf dem Programm stehenden Kurzrundfahrt in die Umgebung vom Sportplatz in Lachem aus, eine nach Benzin riechende und geschwängerte Luft mit blauem Dunst hinterlassend. 70 Fahrer aus den Bereichen Bielefeld, Celle, Hameln, Hannover, Lippe, Minden und Northeim sind der Einladung zum fünften Mopedtreffen in Lachem gefolgt. Organisiert hat das mal wieder Bernd Heimbold aus Haverbeck und das zur Zufriedenheit aller Gäste. „Es sind noch mehr gekommen als im vergangenen Jahr,“ stellt der fest. Auch die Typenvielfalt der Kleinkrafträder und Mokicks sei gestiegen. Ganz neu bei diesem eigentlichen Mopedtreffen seien die älteren Motorräder aus den 1950er bis 1960er Jahren, wie DKW, Adler und sogar zwei ISH aus Russland mit bis zu 350 Kubikzentimeter.

veröffentlicht am 23.07.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 14:21 Uhr

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Ein ganz besonderes Moped ist die gelbe „Rixe RS“ mit dem 50 Kubikzentimeter Sachsmotor und dem Baujahr 1976, sagt Heimbold. Besitzer Andre Päpenmöller bestätigt das. „Die Rixe ist extrem selten. Fünf Jahre lang habe ich nach ihr gesucht, sie als Ruine gekauft und heute die Jungfernfahrt hierher gemacht“, sagt er und strahlt ob seines Erfolges. Er sei ein Bielefelder Junge; die Rixe sei dort gebaut worden und das sei für ihn Grund genug, ausgerechnet dieses Moped wieder zum Laufen zu bringen – „und ich kann einen Teil der Jugend zurückholen“. Ebenso begeistert von Kleinkrafträdern ist Jürgen Bruns. Er ist mit seiner „Zündapp KS50 Super Sport“ aus Wietze bei Celle gekommen. Die habe auch das Baujahr 1976 und mittlerweile 35000 Kilometer gelaufen, weiß Bruns zu berichten. Und warum fährt er die „Kleine“ so gerne und keine große Maschine? „Die Fahrt auf so einem Moped ist was ganz anderes. Da kribbelt es am ganzen Körper, wenn der Zweitakter läuft. Und während der Fahrt kann ich auch noch entspannt in die Landschaft schauen.“

Apropos klein oder groß: Da sind doch tatsächlich ein paar Motorradfahrer mit großen Maschinen eingetroffen und mischen sich unter die Gäste, die die Mopeds bestaunen. Durch Zufall hätten sie das Schild „Mopedtreffen“ gesehen und seien ihm gefolgt, sagt Robert Parsiegla aus Bremen, Besitzer einer Kawasaki 750. „Das hier ist Erinnerung an alte Jugendzeiten. Solche Maschinchen sind wir früher gefahren – bei jedem Wetter. Und wird haben uns auch so manches Mal damit auf die Klappe gelegt – heute nicht mehr“, sagt er und lacht. Bruder Karl-Heinz findet es toll und super, diese „Teile“ und dazu noch in dieser Fülle hier in Lachem sehen zu können. „Mich wundert es, dass es noch so viele davon gibt.“ Sehe man die heutigen Roller, falle einem dazu nun wirklich nichts mehr ein, im Gegensatz zur Verarbeitung dieser alten Mopeds. Heute sei das alles nur noch Plastik.

Einen Preis in Form von süßen Speckmäusen für die größte Gruppe erhielten die „Lügder Mopedfreunde“. Jürgen Bruns aus Wietze wurde für die weiteste Anfahrt mit 120 Kilometern geehrt.

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  • Bernd Heimbold (li.) überreicht dem Wietzer Jürgen Bruns ein Fläschchen Zweitaktöl für die weiteste Anfahrt.


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