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Der mit der Nadel malt

Haddessen (ah). „,Boah ey!’ oder ungläubiges Staunen – solche Reaktionen bin ich gewöhnt, wenn Leute erstmals meine Bilder sehen“, erzählt Markus Duschek. Der 41-Jährige hat ein ungewöhnliches Hobby: Er stickt – und zwar täglich zwei Stunden. Mit der Sticknadel gibt er historische Vorlagen wieder, lässt Kunstwerke entstehen, die aus der Entfernung kaum von Gemälden zu unterscheiden sind. Nadelmalerei heißt diese Kunst, bei der Fadenanzahl und Farbabstufungen des Garns sowie übereinander gesetzte Stiche Farbübergänge und Schattierungen erzeugen.

veröffentlicht am 17.05.2009 um 15:26 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 11:41 Uhr

nadelmaler
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 „Ich habe mir das alles selbst beigebracht“, sagt der gelernte Elektriker. Nach der Stickerei, einer der ältesten handwerklichen Fertigkeiten, ist er seit 15 Jahren „süchtig“, sie bringt ihn nach der Arbeit zur Ruhe und bereitet ihm viel Freude.
In der Schulzeit keimte Duscheks Begeisterung für die Geschichte des alten Ägyptens und des Mittelalters auf. Als er Jahre später einen Bildband über den 70 Meter langen Teppich von Bayeux, einem Stickwerk aus dem 11. Jahrhundert, betrachtete, inspirierte ihn dieser zu seiner ersten Stickarbeit. 15 weitere Nadelmalereien entstanden seither wie die „Festung Hameln“, der „Fischbecker Wandteppich“, „Herr der Ringe“ oder altägyptische Grabmalereien. An manchen Arbeiten sitzt der Linkshänder, der meist beide Hände zum Sticken benötigt, mehr als ein Jahr und verbraucht dabei Stickgarn im Wert von 400 Euro.



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