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Theaterspiel begeistert beim Sängerball

„Der Kaiser kommt“

Fischbeck (jak). „Seit Jahrzehnten findet der Sängerball am ersten Wochenende im Februar statt“, antwortete der Vorsitzende des Fischbecker Männergesangvereins, Hagen Bergmann, auf die Frage, warum der Sängerball gleichzeitig mit der großen Karnevalsveranstaltung der katholischen Kirche stattfinde. „Der Bonimax-Karneval fand immer später statt“, fügte Bergmann an. Der MGV-Vorsitzende räumte ein, dass die Überschneidung und die Grippewelle diesmal den Sängerball Gäste gekostet habe.

veröffentlicht am 10.02.2009 um 15:14 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 19:21 Uhr

Der „Ottos-Versuchs-Chor“ (Leiter Karl-Otto Schultz
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Erstmals trafen sich die Fischbecker im Sportheim zu ihrer Traditionsveranstaltung.

Das Thema des Abends – „Der Kaiser kommt“ – stellte eine Fischbecker Ortsratssitzung im Jahre 1904 dar. Sitzungsort: der Stammtisch beim Wirt Wellhausen (Dirk Laue). Wehklagend über seinen kranken Zahn wird der Wirt von Ehefrau Anna (Anna Fricke) wegen seiner Schnapstrinkerei ordentlich gemaßregelt. Schon nahen Bürgermeister Quante (Wulf Felgendreher), Pastor Heermann (Reinhard Fricke), Kantor Hess (Karl-Otto Schultz) und Dekorateur Lütgens (Annelie Felgendreher) und nehmen ihre Stammtischplätze ein.

„Wenn unser Ortsrat immer nur rumsäuft, kann er ja nichts gebacken kriegen“, schimpft Anna und ärgert sich einmal mehr darüber, dass ihr Mann stets die Zeche für die Ortsräte trägt. „Des Ratsherren Trunk ist erste Pflicht, ’ne trockne Lampe leuchtet nicht“, kontert der Kantor, und auch der Pastor antwortet bibelfest: „Aber, aber, Anna, wer unter euch ohne Fehl ist, der werfe den ersten Stein.“ Anlass der Sondersitzung des Fischbecker Gemeinderates ist ein Besuch des Kaisers, der aus eigenen Mitteln für die Renovierung der Stiftskirche gesorgt hat. Da muss auch Äbtissin von Buttlar (Brigitta Hentze) hinzugezogen werden. Während die Ortsräte über die Vorbereitung des Kaiserbesuchs sprechen, angefangen beim noch nicht vorhandenen Fischbecker Dampferanleger über Kinder mit Blumenbögen, Wimpel und Fahnen samt Masten, beginnt Anna bereits damit, die Zahl der Gäste und Zaungäste für ihre Einnahmen hochzurechnen. Als der Pastor auch noch Ehrenjungfrauen verlangt, muss der Bürgermeister passen – „hier in Fischbeck – oh pardon, alle sind erschossen schon“. Dass Annas Schwester Minchen (Ulrike Schultz) bereits ein Verhältnis mit dem Dekorateur in Hannover abgebrochen hat, ihn jetzt im Dorfkrug wieder sieht und die beiden sich auch gleich verloben, kostet den Wirt seinen kranken Zahn, der ihm versehentlich im Freudentaumel der Liebenden ausgeschlagen wird.

Man schreibt das Jahr 1904 – der Ortsrat plant den Kaiser-Besuch.

Unter der Leitung von Karl-Otto Schultz brachte der „OVC – Ottos-Versuchs-Chor“ mit „Freude schöner Götterfunken“, „Tiritomba“ und „Es kommen die lustigen Tage“ zu Gehör. Der MGV, dirigiert von der Chorleiterin Renate Roberts, eröffnete den Sängerball traditionell mit einem Sängergruß.

Wilfried und Claudia Jakob vom „Discover Duo“ sorgten mit Tanzmusik für Stimmung und Unterhaltung. Während des Abends fand auch ein nicht unumstrittenes Musikquiz statt – zu leicht, zu unbekannt, ganz prima – die Meinungen gingen weit auseinander. Für ihr Wissen wurden Ute Bergmann und Werner Schrandt mit Sekt belohnt. Auch Anna Fricke und Jutta Handge als Nächstplatzierte gingen nicht leer aus.



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