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Hochwasserschutz für Großenwieden kostet nach ersten Schätzungen über 800 000 Euro

Den Fluten einen Riegel vorschieben

GROSSENWIEDEN. Wohl jeder hat die Bilder noch vor Augen als Innerste, Leine, Oker und die Goslarer Abzucht wegen anhaltendem Regen über die Ufer traten und ganzen Flächen und Innenstädte verwüsteten. Auch Großenwieden kann ein Lied davon singen. Immer wieder wurden Teile des Weserdorfes in den letzten Jahren überschwemmt.

veröffentlicht am 24.08.2017 um 18:02 Uhr

So sah es beim Hochwasser des Jahres 2011 im südlichen, östlichen und nördlichen Bereich des Weserdorfes Großenwieden aus. Foto: Archivbild/tol
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Autor

Stefan Bohrer Reporter
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Die Folge: Keller liefen voll, Ackerflächen verwandelten sich in Seenlandschaften und ganze Straßenzüge waren unpassierbar. Das soll sich jetzt ändern. Bei der Ortsratsitzung im Kleinwiedener Feuerwehrhaus stellt Thomas Breitkopf, Fachdienstleiter für Liegenschaften, Straßen und Gewässer im Fachbereich III, den neuen Hochwasserschutzplan Oberweser vor. „Erstellt wurde der Plan in zwei Teilen“, führt Breitkopf aus. „Er erstreckt sich auf den Weserverlauf vom Landkreis Holzminden über Hameln nach Schaumburg.“ Auf Basis von Kosten-Nutzen-Analysen hat ein Mindener Ingenieurbüro Vorschläge für Hochwasserschutzmaßnahmen erarbeitet. Diese könnten durch Deiche, Mauern oder mobilde Schutzelemente umgesetzt werden. Der Maßnahmenkatalog soll den einzelnen Kommunen als Grundlage für weiterführende Planungen dienen. Für den Bereich Hessisch Oldendorf gibt es zwei Vorschläge. Der eine betrifft die Kernstadt im Bereich des Industriegebietes am Schaperanger, die Siedlungsfläche rund um die Feldstraße, das OBI-Areal sowie landwirtschaftlich genutzte Flächen nördlich der Feldstraße.

Der zweite Maßnahmenvorschlag bezieht sich auf Großenwieden, genauer auf den östlichen Siedlungsbereich rund um die Oldendorfer Straße als Verbindungsweg in die Kernstadt, den Allernweg, den Wehrweg und den Bereich Obernhagen und Am Steinbrink. Außerdem für sämtliche landwirtschaftliche Nutzflächen im genannten Siedlungsbereich. Als Kosten für den Hochwasserschutz werden für die Kernstadt etwa 108 000 Euro zu Buche schlagen, für Großenwieden jedoch die stattliche Summe von 818 000 Euro. „Allerdings ist zu bedenken, dass es sich hier nicht um eine Detailplanung handelt, sondern lediglich um erste konzeptionelle Vorschläge für mögliche Maßnahmen“, betont Breitkopf. Gerade für Großenwieden seien noch umfassende Überprüfungen nötig, um das Konzept überhaupt auf den Weg bringen zu können, erklärt der Fachdienstleiter. Für den Wirtschaftsstandort Hessisch Oldendorf – und damit ist allein die Kernstadt gemeint – wurde bereits von der Politik festgelegt, dass die Kernstadt mit besonderer Priorität planerisch vertieft werden soll. Die deutlich teurere Schutzmaßnahme für Großenwieden soll erst später planerisch umgesetzt werden.



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