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Schüler laden den Landrat zur Fragestunde in ihre Grundschule am Rosenbusch ein

„Das war ganz schön aufregend“

Hessisch Oldendorf. „Groß, cool, höflich, locker, sehr interessant und nett“ – so beschreiben Mitglieder des „Rosenclubs“ Tjark Bartels nach seinem Besuch in der Grundschule am Rosenbusch. „Das ist die beste Schule in Deutschland und diese tolle Schule wollen wir Ihnen zeigen“, heißt es auf dem bunt gestalteten Plakat, mit dem sie den Landrat nach Hessisch Oldendorf einluden.

veröffentlicht am 29.01.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 05:21 Uhr

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Autor:

Anette Hensel
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Der „Rosenclub“ (in Anlehnung an den Schulnamen) ist eine ganz besondere AG: Wöchentlich stattfindend können Dritt- und Viertklässler darin selbst entscheiden, welche Projekte sie planen und eigenständig durchführen wollen. „In diesem Rahmen können sie erkennen, dass jeder von ihnen gute Ideen hat, die allesamt wichtig sind für die gemeinsame Umsetzung“, erklärt Bianka Hellmich, die die AG leitet und den Schülern mit Rat und Tat zur Seite steht. Sie gehört zum Schulsozialarbeit-Team des Amtes für Inklusion und Bildung des Landkreises und ist seit Mai 2013 an den Grundschulen in Fischbeck und der Kernstadt tätig.

Muffins backen und verkaufen, eine Wand gestalten, den Landrat einladen – so lauten die Projekte der zwölf AG-Mitglieder. In Vorbereitung auf den Besuch Bartels` überlegen sie gemeinsam Fragen, die sie ihm stellen wollen, entwerfen einen Ablauf, klären ihre Planung mit der Schulleitung ab und informieren die Presse. Die einzelnen Aufgaben sind verteilt, als der Landrat, Bürgermeister Harald Krüger und Schulleiterin Monika Rehberger sich zu ihnen gesellen. „Kann ich Ihnen einen Kaffee anbieten?“, fragt ein Mädchen, das wie alle aus der AG für die Dauer des Besuches unterrichtsfrei bekommen hat.

Tjark Bartels nimmt zwischen den Schülern Platz, die es sich im Büro von Bianka Hellmich bequem gemacht haben, und erfährt, wie der Vormittag ablaufen wird. Dann geht es auch schon los zur ersten Station, der Mehrzweckhalle. Zum Auftakt des Programms hat der „Rosenclub“ fünf Schülerinnen der Klasse 4b engagiert, die einen Tanz aufführen und dafür begeisterten Applaus erhalten. „Es ist sicher ganz schön schwierig, dass die Bewegungen genau zur Musik passen“, meint der Landrat.

Zurück in Hellmichs Büro beginnt die Fragestunde: „Warum wollten Sie den Job?“ „Ich habe mich auf die vielfältigen Aufgaben gefreut – und jetzt kann ich sagen, dass ich das richtig gerne mache. Mir gefällt, dass jeder Tag anders ist.“ „Ist Ihre Arbeit schwierig?“ „Mal so, mal so“, antwortet der Landrat und einer der Schüler merkt an: „Das ist wahrscheinlich so wie mit den Hausaufgaben – mal haben wir viel und manchmal wenig auf.“ Tjark Bartels erläutert auf Anfrage, wie eine Wahl funktioniert: mit Wahlzettel und Kreuz. „Das kennt ihr doch auch von der Klassensprecherwahl“, erinnert die Schulleiterin.

Die Mädchen und Jungen wollen wissen, ob Bartels eine Frau („ja, Maike“), ein Haustier („einen Dalmatiner-Jagdhund-Mischling“) und eine Lieblingsfarbe („Rot“) habe. Einige sind begeistert, weil er sich als Hannover-96-Fan zu erkennen gibt. Als es um den neuen türkischen Trainer geht, weiß Özge sofort, von welchem Verein er kommt. Der Landrat bittet die Schülerin, sich auf Türkisch vorzustellen und gesteht, selber nur Deutsch und Englisch sprechen zu können.

Anschließend wird er durch die Schule geführt: vom Klassenzimmer der 4a mit Smartboard über das Sekretariat, die Spielzeug-Ausgabe, den Streitschlichter- und Werkraum, die Bücherei bis hin zum Computerraum. Souverän erklären die „Rosenclub“-Mitglieder, wer wann wie die Räume nutzt. Plötzlich sind flotte Disco-Klänge zu vernehmen. „Das ist unsere Pausendisco, die findet jeden Montag und Freitag in der Mehrzweckhalle statt“, erzählt eine Schülerin.

Am Ende geht es in den Musikraum, in dem den Grundschülern Instrumente der Kreisjugendmusikschule zur Verfügung stehen. „Hat es Ihnen hier in der Schule gut gefallen?“, stellt Elias als letzte Frage. „Total gut“, antwortet der Landrat und merkt an, dass sie „ganz schön groß“ sei. Ihn interessiert noch, wie die Schüler zur Schule kommen. Er erfährt, dass einige den Bus nehmen, andere von Verwandten gefahren werden und wieder andere zu Fuß gehen. Zum Abschluss gibt es ein süßes Dankeschön für Bartels und Krüger für ihren Besuch.

„Das war alles ganz schön aufregend“, gesteht Enna und lobt, dass der Landrat alles mitgemacht habe. Yannes gefällt, dass er „für Spaß zu haben“ sei. „Ich fand es gut, dass er an allem interessiert und überhaupt nicht gestresst, sondern richtig entspannt war, als wir ihm unsere Schule gezeigt haben“, meint Julia.

„Das hat sich voll gelohnt, wir sind stolz darauf, dass Tjark Bartels zu uns gekommen ist, das erzählen wir nachher gleich unseren Eltern und Großeltern“, fügen andere aus der AG hinzu. Schade finden manche allerdings, „dass wir es nicht geschafft haben, mit ihm in die Pausendisco zu gehen – das machen wir vielleicht nächstes Mal“.



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