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„Das sieht ja aus wie nach dem Krieg“

Hessisch Oldendorf (ah). Gespenstisch wirkt das Backsteingebäude an der Ecke zum Lokenweg, das jedem ins Auge springt, der den Weg über die Fabrikstraße Richtung Großenwieden einschlägt: zerstörte Fensterscheiben, kaputte Schieferplatten, auf dem Außengelände Holzpaletten, Tonnen sowie abgemeldete Fahrzeuge.

veröffentlicht am 22.11.2012 um 14:21 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 06:21 Uhr

Die Dewezet stellt in loser Folge Gebäude vor, die ihren alten Glanz verloren haben.
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„Ich verstehe nicht, wie ein Gelände so verkommen kann – und keiner macht etwas dagegen“, empört sich eine Hessisch Oldendorferin, die dort jeden Tag entlangfährt.
Ursprünglich wurde das Gebäude als Trocknerei für die Zuckerrübenschnitzel aus der Produktion der 1875 erbauten Zuckerfabrik errichtet. Weil sich die getrockneten Rübenschnitzel leicht entzündeten und Brände auslösten, wurde das Grundstück später als Entladestation für Zuckerrüben genutzt, berichtet Bernd Stegemann, Fachmann in Sachen Stadtgeschichte. Nach der Schließung der Zuckerfabrik findet sich für die Trocknerei keine neue Bestimmung. Sie wird schließlich an einen Schrotthändler verkauft. Wegen des verwahrlosten Zustands des Geländes wird mehrfach prozessiert, im März 2013 steht die ehemalige Fabrikationsanlage laut Datenbank des Amtsgerichts Hameln für 2000 Euro zur Versteigerung. „Es ist wichtig, dass da was passiert, das sieht ja aus wie nach dem Krieg“, sagt Christian Grundmann, der mit seinem Vater im Juni 2013 zum Internationalen Käfertreffen einlädt, zu dem Zigtausende Gäste in der Stadt erwartet werden.
Hinter einem herunter getretenen Zaun lagern auf dem angrenzenden Grundstück Steine verschiedener Größen. „Diese Fläche gehört nach einem Grundstückstausch im Zusammenhang mit dem Bau der Fotovoltaikanlage der Stadt“, erklärt Bürgermeister Harald Krüger. Die Steine der zuvor auf dem 8000 Quadratmeter großen Gelände ansässigen Firma werden zwecks Abverkauf noch eine Zeit lang dort gelagert. „Spätestens zum Käfertreffen wird das Areal geräumt und eingeebnet sein, damit dort Fahrzeuge abgestellt werden können“, versichert Krüger.

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