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Wie das fränkische Kabarettistenpaar Edgar und Irmi über Deutschlands politische Kultur herzieht

„Das ist die schwarze Null der CSU“

Hessisch Oldendorf. Sie fechten nicht gerade mit dem verbalen Florett, schon eher schlagen sie mit dem Säbel zu – das unterfränkische Kabarettistenpaar Edgar und Irmi, das den gut 200 Besuchern des KulTourismusForums in Hessisch Oldendorf am Freitagabend viel Spaß bereitete. „Deutschland Achtung Baustelle“ war das Thema von Wolfgang Kösel und seiner Ehefrau Silvia, wie sie im bürgerlichen Leben heißen und nicht über Politiker, katholische Priester oder Bischöfe, die Griechen oder das nachbarschaftliche Leben herziehen.

veröffentlicht am 14.02.2016 um 16:47 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 10:36 Uhr

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Autor:

Wolfhard F. Truchseß
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„Was ist der Unterschied zwischen Politik und Theater? Beim Theater werden gute Schauspieler schlecht bezahlt!“ Und wer sind die gut bezahlten, aber besonders schlechten Politiker? Alexander Dobrindt, seines Zeichens Bundesverkehrsminister, zählen Edgar und Irmi insbesondere dazu. „Das ist die schwarze Null der CSU.“ Und wissen auch, wie er es bis zu ministeriellen Würden geschafft hat: „Selig sind die geistig Armen, denn ihrer ist das Ministeramt.“ Und warum kam Markus Söder so hoch in der CSU-Führung? „Weil es in der CSU keine Untergrenzen für den Intelligenzquotienten gibt.“

Immerhin liest Edgar bei Tisch nicht das Blatt mit der größten Auflage, es darf schon das mediale Aushängeschild Unterfrankens sein, die Würzburger Tageszeitung „Main-Post“, aus der er seine brandheißen politischen Informationen bezieht.

Interessant übrigens sein Gedanke, mit welchem Manager der Berliner Flughafen hätte besser gebaut werden können. Mehdorn habe ja schon die Bahn zum Stillstand gebracht. Fifa-Chef Blatter sei doch ablösefrei zu haben gewesen. „Mit dem wäre das wie geschmiert gelaufen“, ist sich das Ehepaar sicher.

Auch mit dem allseits beliebten Bundespräsidenten Gauck sind die beiden nicht zufrieden. Der sei doch „Fleisch gewordenes Mahnmal für 40 Jahre Unrechtssozialismus und noch dazu ein ehemaliger evangelischer Pfarrer mit zwei Weibern“. Was ein Glück, das wenigstens die Zweite von ihnen aus Franken stamme. Das seien doch noch gute Zeiten gewesen, als es einen Heinrich Lübke gegeben habe. Ganz schrecklich sei es, dass an den Schalthebels der Macht im Westen jetzt nur noch Ossis säßen.

Aus dem Fernsehen sind die beiden noch nicht bekannt. Aber fast alle ihrer Pointen sitzen und der Kontakt zum Publikum ist schon nach wenigen Sekunden hergestellt. So kurz nach dem Karneval war das für Hessisch Oldendorf eine gelungene Bütten-Nachfeier.

Edgar und Irmi im KulTourismusForum: „Was ist der Unterschied zwischen Politik und Theater? Beim Theater werden gute Schauspieler schlecht bezahlt.“ wft



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