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20 Leute wohnen seit dem 15. Juli zur Miete in den Zimmern der Weserterrasse

„Das Hotel ist voll“

Fuhlen. Nachdem das Hotel Weserterrasse jahrelang leer stand, ist nun wieder Leben im Hotel. Am 20. Juni erwarb Cornelius van Lessen aus Rinteln das Objekt. Schon zum 15. Juli waren alle Zimmer belegt. „Ich vermiete das Hotel, ganz normal als Wohnungen“, sagt er. Die 14 Doppelzimmer mit je 20 bis 25 Quadratmeter sind voll. Dass die Nachfrage nach kleinen Wohnungen in der Gegend so hoch sei, habe van Lessen anfangs nicht geglaubt. „Das Hotel ist voll.“ Er habe die Wohnungen, die einmal Hotelzimmer waren, so wie sie sind einfach vermietet. „Ein Zimmer ist wie das andere“, sagt van Lessen.

veröffentlicht am 07.08.2015 um 14:36 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 17:41 Uhr

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Autor:

von Julia Rau
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Renoviert hat der neue Eigentümer nicht. „Das Hotel ist sehr, sehr gut erhalten. Ich hatte nach so vielen Jahren Leerstand mit so einigem gerechnet, aber da war nichts auszusetzen“, sagt er und schiebt hinterher: „Natürlich hat das Hotel den Charme der 70er oder 80er, das ist eben so“. 20 Leute bewohnen das Hotel derzeit zur Miete. „Meine Idee war, das für Leiharbeiter und Monteure zu vermieten, oder an Leute, die eine Zweitwohnung brauchen“, erklärt der Eigentümer. Und die kamen schnell. Mithilfe eines Maklers hat er die Anfragen koordiniert. „Es gab sogar eine Anfrage von jemandem, der aus dem Hotel einen Swingerclub machen wollte. Das wäre doch mal eine echte Bereicherung für den Ort“, prustet van Lessen los.

„Jemand wollte aus

dem Hotel einen Swingerclub machen“

Drinnen sei alles wie vorher. Schwere Holzmöbel, die 80er in Konserve. „Die Gaststätte wird nicht genutzt, die Arbeiter nutzen sie als Aufenthaltsraum.“ Den Status „Hotel“ will van Lessen für das Haus trotzdem erhalten. „Vielleicht habe ich ja mal Lust, ein Hotel draus zu machen“, sagt er. Das komme allerdings nur infrage, wenn es mit der Vermietung mal nicht mehr laufen sollte. „So ist für mich die Vermietung aber viel angenehmer. Ich brauche ja kein Personal, die Leute versorgen sich selbst. Das ist viel weniger Aufwand.“ Und auch der „Hotel“-Schriftzug an der Fassade kommt ab. Weil eben doch jede Menge Leute halten und nach einem Zimmer oder einem Platz in der Gaststättefragen.

Van Lessen ist Rentner, wie er sagt. Das Geschäft mit Immobilien „ein Hobby“, scherzt er. Er hat noch weitere Mietshäuser, aber kein Hotel. Die stehen aber alle nicht in der Region. „Dass das Hotel jetzt vermietet ist, ist glaube ich ganz gut für das Dorf“, sagt er. „Es gab schon so viele Gerüchte, was und wer da wieder drin ist und was man bloß nicht drin haben wollte. Jetzt werden die Zimmer vermietet, es ist kein Asylantenheim drin und auch kein Swingerclub“, sagt er und lacht wieder. Solange das Hotel genutzt würde, sei das immer von Vorteil für den Ort.



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