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Anlaufstelle im Rathaus / Kinder- und Familienservicebüro übernimmt Aufgabe

Damit sich Senioren nicht abgehängt fühlen

Hessisch Oldendorf (ah). Nicht nur Kinder, auch Senioren gehören zur Familie. Folgerichtig sei, dass sich Familienservicebüros auch für die Belange älterer Menschen einsetzen, betonen die Mitglieder des Kreisseniorenrats. Dem plant die Stadt Hessisch Oldendorf nachzukommen.

veröffentlicht am 10.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 22:41 Uhr

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Aus Gesprächen mit Senioren weiß Bürgermeister Harald Krüger, dass sie sich in den 24 Ortsteilen auf 120 Quadratkilometer Fläche oftmals „abgehängt“ fühlen. Der öffentliche Nahverkehr ist eingeschränkt, Nahversorger sind kaum noch vorhanden. Dieser Schwäche stehe jedoch die gute Qualität in den Orten gegenüber, die über Vereine, Nachbarschaftshilfe, die sehr gute Sozialstruktur und -kultur gewährleistet sei. „Wir müssen diese sozialen Strukturen unterstützen, damit sich die Leute wohlfühlen“, erklärt Krüger. Der Dialog sei die Aufgabe für die Zukunft, als Ansprechpartner für ältere Bürger solle im Rathaus künftig ein „Kümmerer“, ein sogenannter Lotse, zu finden sein. „Hierbei handelt es sich um eine freiwillige Leistung der Gemeinde“, hebt Fritz Holstein, Vorsitzender des Hessisch Oldendorfer Seniorenbeirates, hervor.

Der Ausschuss für Schule, Familie und Sport hatte in seiner Sitzung im Januar die Stadtverwaltung beauftragt, ein Konzept für ein Seniorenbüro vorzulegen. Laut Bürgermeister Harald Krüger ist geplant, mit der Betreuung der Senioren das Familien- und Kinderservicebüro zu beauftragen, und zwar zu den derzeitigen Öffnungszeiten, das sind fünf Stunden pro Woche. Die Stadtverwaltung entwickelt derzeit einen Projektbaustein „Seniorenbüro Hessisch Oldendorf“. Dieser richtet sich an ältere Menschen mit ihren Fragen zur Lebens- und Alltagsbewältigung, aber auch an alle Anbieter von Unterstützungsleistungen. „Als zentrale Anlaufstelle soll das Büro Informationen und Dienstleistungen aus einer Hand anbieten oder vermitteln, um so älteren Menschen unnötigen Aufwand und weite Wege zu ersparen“, ist dem Konzept zu entnehmen. Aufgebaut werden soll ein Netzwerk von ehrenamtlichen, nachbarschaftlichen und professionellen Anbietern mit dem Ziel „die Unabhängigkeit und Eigenständigkeit älterer Menschen zu unterstützen. Zudem sollen ihre Kenntnisse und Fähigkeiten gestärkt und ihnen Angebote gemacht werden, sich selbst durch freiwilliges Engagement einzubringen“. Derzeit könne das Familien- und Kinderservicebüro aufgrund seiner konzeptionellen Richtung die Aufgabe eines Seniorenbüros noch nicht wahrnehmen, zudem müsse sich die entsprechende Mitarbeiterin einarbeiten, erklärt Krüger.

Im Ausschuss für Schule, Familie und Sport, im Verwaltungsausschuss und im Rat soll das Konzept zum Aufbau eines Seniorenbüros als Baustein der Gesamtkonzeption Familienservicebüro noch in diesem Monat beschlossen werden. Zur Finanzierung sollen die durch den späteren Eröffnungstermin der Krippe Hessisch Oldendorf eingesparten Personal- und Sachkosten eingesetzt werden.

„Damit sind Sie der Erste im Kreis, der das vorantreibt“, lobt Heinrich Hänsel, zweiter Vorsitzender des Kreisseniorenrats Harald Krüger. Fritz Holstein rät den Mitgliedern aus den anderen sieben Kommunen mit Bürgermeistern und Politikern ins Gespräch zu kommen und ihnen vorzuschlagen: „Übernehmen Sie doch das Hessisch Oldendorfer Modell.“ Als sinnvoll erweise sich auch der runde Tisch mit Vertretern von Ortsräten, Kirche und Seniorenbeirat, zu dem regelmäßig eingeladen werde, erklärt Holstein.



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