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Damals - Als die Wanderer noch in Scharen kamen

Rohden (ll).  „Früher war alles besser“ heißt es oft. Wirklich besser? – Das bezweifelt Mark Ziegler von der Dorfgemeinschaft „Schönes Rohden“. „Aber vieles war schon irgendwie anders“, sagt der Vorsitzende des Vereins. Eine Vielzahl an Post- und Ansichtskarten sind von den Mitgliedern gesichtet worden und etliche alte Fotografien aus Kellern und Dachböden zum Vorschein gekommen.

veröffentlicht am 06.11.2009 um 19:25 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 01:41 Uhr

Radlerinnen
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„Erstaunlich, wie viel Bildmaterial im Laufe der Jahre zusammengekommen ist“, sagt Mark Ziegler beim Betrachten eines dicken Bilderordners. Für ihn lasse sich die Rohdener Geschichte besonders gut an drei Themenfeldern beschreiben: Fremdenverkehr und Gastronomie, Landschaft und Gebäude sowie die Menschen und ihre Feste. Und an diesen Bereichen werde sich der Vorsitzende bei der Moderation entlanghangeln. Hoffend darauf, dass die Besucher einige Geschichten und Anekdoten zur gemeinsamen Erinnerung an früher beitragen werden.
 Vor über 50 Jahren sei in Rohden vor allem der Fremdenverkehr groß geschrieben worden, berichtet Ziegler. In drei Cafés standen Erholungssuchenden und Wanderern, die die Schönheit des Rohdener Schneegrunds ergründen wollten, die Türen offen. Sogar drei dörfliche Gaststätten habe es einmal im Ellerbachtal gegeben. „Kein Wunder“, behauptet zumindest Ortwin Maerz. „Rohden ist ja schließlich die Eingangstür zum Weserbergland.“ An die touristischen Aktivitäten und die Vielzahl an gastronomischen Einrichtungen erinnern heute nur noch die Postkarten und Fotografien.
 Ortwin Maerz erinnert sich auch an die Nutzung des Ellerbachs als ökonomische Ressource. Rohden und das Rohdental sei als das „Dorf der sieben Mühlen“ bekannt gewesen. Ein Mühlenrad sei in der Gegenwart sogar noch in Betrieb und erzeuge immerhin noch eine achtbare Menge Strom. Ein zweites Wasserrad ziert den neuen Dorfplatz an der ehemaligen Schule. Es wurde von der Dorfgemeinschaft als Symbol zur Erinnerung an die sieben Wassermühlen aufgestellt. Es gibt viel zu erzählen über die fast 1000-jährige Geschichte des Hessisch Oldendorfer Ortsteils: Auch darüber, ob immer noch ein alter Schatz des Grafen von Amelung tief unten im Amelungsberg vergraben ist. Wie Ortwin Maerz berichtet, komme es sogar heute noch vor, dass Schatzsucher begehrliche Blicke auf die sagenumwobene Burg werfen, von der lediglich eine Ruine übrig geblieben ist.
 

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