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Highgain heute beim Bandkonzert dabei – und die Fangemeinde wächst

„Cord, ich will ein Kind von dir!“

Hessisch Oldendorf/Hannover/Großenwieden. Wenn Highgain heute beim Kirchenkreisbandkonzert in der Mensa der Oberschule die Bühne betritt, dürfte es lauter werden – nicht nur, weil die Band aus Großenwieden es stets krachen lässt. Auch ihre Fans, die sich seit dem Weiterkommen der vier Gymnasiasten beim SchoolJam-Schülerband-Festival deutlich vermehrt haben, werden sich bemerkbar machen – so wie bei der Ausscheidung in Hannover.

veröffentlicht am 12.02.2016 um 14:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 10:36 Uhr

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Autor:

Annette Hensel
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„Cord, ich will ein Kind von dir!“, ruft eine Jugendliche, kurz nachdem bekannt gegeben wurde, dass Highgain beim SchoolJam eine Runde weiter ist. Cord (15) und Wiebke (16) Haver, Lasse Buchholz (15) und Marius Hilker (16) werden umarmt, gefeiert, sogar um Autogramme gebeten. Dabei hatten sie im Vorfeld nur wenig Zeit für gemeinsame Proben, da Schlagzeuger Cord sein dreiwöchiges Schulpraktikum in einer anderen Stadt absolvierte. Entsprechend „schrottig“ sei die Generalprobe gewesen. „In Hannover waren wir vom Altersdurchschnitt her die jüngste Band, ich war unglaublich aufgeregt, auch weil ich mich beim Zusammenbauen meiner Fußmaschine so beeilen musste“, erzählt Cord. Seine Schwester fährt fort: „Wir waren an Startposition drei gesetzt, schon die erste Band war qualitativ gut, die zweite vom Sound her top, da dachte ich bei mir: Was wollen wir eigentlich noch hier?“ „Als wir die winzig kleine Bühne betraten, kam sofort der Highgain-Squad – das sind unsere Fans – ganz nach vorne und feuerte uns an. Die Hälfte der Leute in der Clubkneipe gehörte ja zu uns und so wurden wir auch mit den Worten angekündigt: Jetzt kommt Highgain mit der Riesenfangemeinde“, sagt Marius, der zu dem Zeitpunkt noch Herzrasen hat aus Sorge, seine Gitarrensoli zu vergeigen. Seine wegen der Witterung rissigen Hände hat er mit viel Handcreme für den Auftritt geschmeidig gemacht. „Knüppelhart“ beginnt die Band mit „Not my fault“, einer Eigenkomposition – wie alle vorgetragenen Stücke. Die Punkrock-Ballade „Hard to see“ hat das Quartett vorab bei You Tube hochgeladen. „An unsere Freunde haben wir bei Whats-App zusätzlich ein kleines Erklärungsvideo mit dem Höhepunkt des Liedes – „needed“ – geschickt, damit sie an der Stelle alle mitmachen“, berichtet Wiebke. Die Gitarristin und Sängerin, die aufgrund einer Erkältung eine „Teekur“ hinter sich hat, gibt wie ihre männlichen Mitstreiter alles – auch wenn ihre Stimme hinterher im Eimer ist. „Alle haben mitgemacht, die Arme hochgerissen und „needed“ mitgesungen – das war echt stark“, sagt sie. „Unsere Fans sind das Echo der Zukunft“, philosophiert ein grinsender Marius, der bei dem Song auch ein Jimi Hendrix nachempfundenes Gitarrensolo hinterm Kopf hinlegt.

Vor der Bekanntgabe der beiden Siegerbands findet eine Verlosung statt, eine Glücksfee zieht die Namen der drei Gewinner: Auf Zettel Nummer zwei steht Marius‘ Name, der ein Keyboard gewinnt, auf Nummer drei Wiebkes, die eine Fender-E-Gitarre mit nach Hause nehmen darf. „Danach folgte die Siegerehrung: Als Erstes wurde die Band Boston Rain genannt, die einfach super gespielt hat. Dann hieß es: Als nächstes weiter ist – der Typ von der Jury grinste schon in unsere Richtung: Highgain! Der ganze Saal hat geschrien, die Leute sind ausgerastet – das war einer der aufregendsten Tage in unserem bisherigen Leben“, so Wiebke. „Ich glaube, bei der Bewertung spielte die Bühnenpräsenz und die Einbindung des Publikums eine wichtige Rolle“, meint Marius. Ausgiebig wird gefeiert, am nächsten Morgen erhalten sie Glückwünsche. „Meine Klassenlehrerin hat in Anspielung auf den Hauptgewinn gesagt: Jetzt will ich euch auch beim Hurricane-Festival sehen“, erzählt Marius und betont: „Auch wenn unser Auftritt super war: Einige Bands waren besser als wir - ohne den Highgain-Squad wären wir nicht so weit gekommen, danke euch allen!“ Beeindruckt hat die Band, wie gut organisiert das Konzert war. „Außerdem war die Location geil und es war toll, andere Bands und ihre Musik kennenzulernen und sich mit ihnen auszutauschen“, erklärt Bassist Lasse.

Sobald die letzten Ausscheidungen stattgefunden haben, werden Videoauftritte der 18 besten deutschen Schülerbands auf der SchoolJam-Internetseite hochgeladen. Erst dann beginnt das Online-Voting, entscheidet sich, wer ins Finale kommt.

Das SchoolJam-Schülerband-Festival ist der größte deutsche Schülerbandwettbewerb und wird in diesem Jahr zum 14. Mal ausgetragen. Gefördert wird der Contest vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Bei zehn über das Bundesgebiet verteilt stattfindenden Livekonzerten ermittelt eine Jury aus insgesamt 120 Schülerbands die jeweils Besten. Die Siegerband gewinnt einen Auftritt beim Hurricane- und Southside-Open-Air-Festival sowie eine einwöchige China-Reise mit Live-Auftritt.



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