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Culturverein lädt zu Horvaths stillem Drama in den Schlossgarten ein / Karten ab Montag

Compagnie Charivari mit dem „Jüngsten Tag“

Hessisch Oldendorf (boh). Der bereits mit 37 Jahren verstorbene österreichisch-ungarische Schriftsteller Ödön von Horváth gehörte zu Anfang des 20. Jahrhunderts zu den meistgespielten und meistgelesenen Autoren gesellschaftskritischer Romane und Theaterstücke, die gekonnt zwischen beißender Satire und bitterem Ernst balancieren. Am bekanntesten ist sein Volksstück „Geschichten aus dem Wiener Wald“, das noch heute vor allem im österreichischen Sprachraum viel gespielt wird.

veröffentlicht am 16.06.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 16:41 Uhr

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Weniger bekannt ist „Der jüngste Tag“, ein Schuld- und Sühnedrama als gesellschaftlicher Spiegel des verarmten Mittelstandes, das vordergründig vermeintlich paradiesische Zustände anprangert. In der Atmosphäre eines Kleinstadtbahnhofes entlarvt Horváth niedere Triebe und konfliktgeladenes Handeln in Verbindung mit der Unfähigkeit, sich den Mitmenschen gegenüber zu öffnen, was schließlich zur Katastrophe führt.

Mit ihrer mittlerweile 17. Produktion geht die Bielefelder „Compagnie Charivari“ erstmals neue Wege. Standen bisher eher Stücke der sogenannten Commedia dell’arte auf dem Programm, haben sich die Studierenden des Seminars „Theaterstudio“ der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft der Universität Bielefeld unter der Leitung des versierten Regisseures Michael Zimmermann jetzt mit Ödön von Horváth einen eher zeitgenössischen Autoren ausgewählt. Auf Einladung des Culturvereins gastiert Compagnie Charivari am 6. Juli im Garten des Münchhausenschlosses. Einlass ist ab 19 Uhr, Beginn der Vorstellung wird um 20 Uhr sein. Allerdings wird es in diesem Jahr eine weitere Neuerung geben, wie Culturvereinsvorsitzende Barbara Jahn-Deterding betont.

„Die Zuschauerzahl ist auf 150 Gäste begrenzt“, sagt sie. Somit sei gewährleistet, dass jeder Zuschauer das Geschehen auf der Bühne und im Schlossgarten perfekt verfolgen könne. „Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass es sich bei der diesjährigen Produktion der Compagnie Charivari um ein Drama handelt, in dem es viele stille Passagen gibt.“ Der besondere Reiz des Horváth-Stückes liege im spannungsvollen Aufbau der dramatischen Situationen und der präzisen Charakterisierung der handelnden Personen.

Der Kartenvorverkauf beginnt am kommenden Montag. Karten gibt es im Bürgerbüro des Rathauses.

Mit ihrer mittlerweile 17. Produktion geht die Bielefelder „Compagnie Charivari“ diesmal neue Wege.

Foto: Archiv



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