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Ensemble Vokabile brilliert im Stift Fischbeck

Chorklang vom Feinsten

Fischbeck. Uda von der Nahmer, Äbtissin des Stifts Fischbeck, hat offensichtlich ein Gespür für die Qualität der Künstler, die sie in die historische Stiftskirche einlädt. So gastierte das Ensemble Vokabile mit seinen 16 Sängern, hervorgegangen aus dem „Vokalkreis Bielefeld“, nach seinem Auftritt vor zwei Jahren erneut zu einem Konzert im Hessisch Oldendorfer Stadtteil.

veröffentlicht am 28.04.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 00:41 Uhr

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Autor:

Ernst-Wilhelm Holländer
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Zu Beginn intonierten die Sänger „Klagelieder des Jeremias“, das Werk des berühmten englischen Komponisten Thomas Tallis, einem Gipfelwerk der Renaissance. Anschließend sangen sie die 1926 entstandene, aber erst 1963 in Hamburg uraufgeführte „Messe für zwei vierstimmige Chöre a cappella“ des Schweizers Frank Martin. Schon die Komposition aus der Frühzeit zeigte die Qualitäten des Ensembles: absolute Sicherheit der Intonation, kluge dynamische Gestaltung, hervorragende Textbehandlung. Auch wer sich mit der Musik der Renaissance nicht recht anfreunden mag, musste diese werkgerechte Interpretation rückhaltlos bewundern. Mehr noch faszinierte die Wiedergabe der wunderschönen Messe, die allerdings von den Aufführenden höchsten Einsatz verlangt. Es fordert von jedem Sänger genaueste Beachtung der dynamischen Anweisungen, gibt kaum Möglichkeiten, sich an Tonhöhe, Phrasierung, Taktgerüst festzuhalten, wirkt indessen in den gegensätzlichen Messeteilen sehr geschlossen, zum Teil gar anrührend. Die Vokabile-Sänger glänzten durch höchste und sicherste Stimmbeherrschung. Das Ensemble gab dem Programm den Titel „Vokabile plus X“ und meinte damit das Zusammenspiel mit einem Instrumentalisten. Für die erkrankte Harfenistin wirkte der Schweriner Musiklehrer und Cellist Ruprecht Bassarak mit, der die erste Suite für Violoncello solo in G-Dur, BWV 1007, von Johann Sebastian Bach meisterhaft musizierte. Seine Kunst gipfelte in den Tanzsätzen, besonders im Menuett und in der abschließenden Gigue, die mit technischer Sicherheit und hohem Klangsinn gespielt wurden.

Für den Beifall danken Chorsänger und Cellist mit dem wunderbar schlicht und mit Wärme vorgetragenen Satz „Ich fahr dahin“ von Johannes Brahms, mit deutlichem Bezug zu aktuellen Geschehnissen.

Das Ensemble Vokabile trifft seine Liederauswahl bei Proben und Aufführungen, wie man hört, demokratisch, also ohne Leiter und Dirigenten.Wal



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