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„Young Voices and Gospel“ verzaubert mit berührendem Konzert

Chor bringt Schwung und Farbe in die Kirche

FUHLEN. Nach sieben Jahren Pause ist der Osterwalder Gospelchor „Young Voices and Gospel“ erstmals wieder in der Fuhlener Kirche aufgetreten. Der Chor bot ein kraftvolles Konzert, bewegend, berührend, mitreißend.

veröffentlicht am 21.01.2018 um 15:11 Uhr

Kraftvoll: „Young Voices and Gospel“ mit Chorleiterin Erika Bornett in der Fuhlener Kirche. Foto: bj

Autor:

Barbara Jahn
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FUHLEN. „Gospel kommt von ‚good spell‘, die gute Nachricht und die möchten wir ihnen heute musikalisch überbringen“, sagt Conny Cramer, Vorsitzende des Chors „Young Voices and Gospel“, als sie die Gäste des ersten Konzerts im neuen Jahr in der Kirche begrüßt. „Wir möchten nicht nur Klänge, sondern auch Worte vermitteln“, ergänzt Sarah Fischer, eine der Sängerinnen des Osterwalder Chores. Und gleich eines der ersten Lieder „Amazing Grace“, in dem John Newton den Ursprung seiner Bekehrung vom Sklavenhändler zum Pfarrer beschreibt, nimmt Bezug auf die Entstehung des Gospels. Ursprung ist die in den USA in der Zeit der Sklaverei im 17. Jahrhundert entstandene christliche Liedgattung das Negro Spiritual. Die Spirituals sind als Wurzel des Gospels anzusehen.

Mal leise, mal laut, mal verhalten, mal kraftvoll erklingen die Musikstücke, die die 14 Sängerinnen und drei Sänger mit ihrer Chorleiterin Erika Bornett für das Konzert erarbeitet haben. Egal, ob eine Beatles-Revue, „I will follow him“ oder Leonard Cohens „Hallelujah“, stets ist den Chormitgliedern, unterstützt von der Pianistin Viktoria Puck, die große Freude am gemeinsamen Singen anzumerken. „Klatschen, tanzen, singen, alles ist erlaubt“, dieser Aufforderung kommen die Besucher nur gar zu gerne nach. Gänsehaut pur als sie gemeinsam mit dem Chor das „Kyrie“ und Pachelbels „Halleluja“ singen. „Dieser große Chor macht mir Hoffnung“, lächelt Susanne Behnke. Die Fuhlener Pastorin freut sich „erstens über die Farbe, die die roten Talare des Chores in die Kirche bringen und zweitens über das Lebendige, das die Sängerinnen und Sänger mit ihren Liedern vermitteln.“ Erika Bornett wünscht sich, „dass wir bei unseren Auftritten Begeisterung und Freude vermitteln, vielleicht sogar neue Sängerinnen oder Sänger gewinnen“. Sarah Fischer hofft, dass „Besucher sich trauen und den Willen zum Mitmachen bekommen.“ Der Chor „Young Voices and Gospels“ hat sich im Jahr 2000 gegründet. Zurzeit gehören ihm 31 aktive Mitglieder, 26 Frauen und mittlerweile fünf Männer, im Alter zwischen 26 und 82 Jahren an. Als Ilona Resa den letzten Titel des Konzerts anmoderiert, ist den Besuchern schon anzumerken, dass sie die eine oder andere Zugabe einfordern werden. Und spätestens als zum Finale „O happy day“ erklingt, wünscht sich nicht nur Susanne Behnke, dass „es nicht wieder sieben Jahre dauern darf, bis die Sängerinnen und Sänger erneut nach Fuhlen kommen.“ Der Hamelner Rolf Schaper spricht wohl vielen Konzertbesuchern aus dem Herzen, wenn er sagt: „Ein berührendes Konzert eines engagierten Chores in einer heimeligen Kirche.“

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