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Poller gegen Pfützen

CDU will Fischbecker Dorfplatz absperren

FISCHBECK. Weil der Fischbecker Dorfplatz nach Regen regelmäßig stark aufweicht, soll er nach dem Willen der CDU nun abgesperrt werden. Die Partei sieht nämlich die Fahrrillen der Autos als ursächlich für das Problem. Bei der Ortsratssitzung am Donnerstag ging es außerdem um die Müllsituation an den Glascontainern.

veröffentlicht am 02.03.2018 um 19:58 Uhr

Nach einem Regen bilden sich große Pfützen auf dem Dorfplatz. Weil Autos Rinnen in den Boden fahren, will die CDU den Platz mittels Pollern absperren. Foto: dana
Jens Spickermann

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Kaum ist der Müll an den Glascontainern weggeräumt, liege schon am nächsten Tag wieder welcher dort, hieß es bei der Sitzung des Ortsrates Fischbeck am Donnerstag. Einige Bürger nutzen die zwei Standorte im Ortsteil anscheinend regelmäßig dafür, dort widerrechtlich Unrat abzuladen. Deshalb hatte die CDU-Fraktion einen Antrag gestellt, dass der Baubetriebshof auch außerhalb der Abfuhrzeiten für das Altglas an den Standorten Bahnhofstraße und Goldbinnen für Sauberkeit sorgen solle.

Wenn sie die Kreisabfallwirtschaft (KAW) anrufe, dass sich der Müll dort wieder häuft, werde der zeitnah beseitigt, sagte Ortsbürgermeisterin Rosemarie Kreiensen (SPD). Das Problem sei aber, dass die Verursacher schnell wieder Müll dort abladen würden, wenn sie merken, dass sich jemand darum kümmert. Auch das Altglas, für das die Container eigentlich vorgesehen sind, sorgt für Probleme: „Die Leute schmeißen ihre Flaschen da nicht mal rein“, ärgerte sich Detlev Diesterweg (CDU). Allzu oft liegen die Flaschen haufenweise neben den Glascontainern, wie Fotos belegen.

Auch Bürgermeister Harald Krüger ist das Problem bekannt: „Dort, wo schon Müll liegt, kommt immer mehr dazu.“ Er habe die KAW deshalb schriftlich darum gebeten, die Standorte zumindest 14-täglich zu kontrollieren und den Müll abzutransportieren. Zusätzlich werde der Baubetriebshof sich regelmäßig um die Sauberkeit der Plätze kümmern. Tägliche Kontrollfahrten seien aber kaum möglich. „Das würde schon sehr ins Geld gehen“, so Krüger. Eine Reduzierung der Glascontainer-Standorte kommt für den Bürgermeister auch nicht in Betracht: Das werde wahrscheinlich dazu führen, dass an anderen Stellen vermehrt Unrat abgeladen wird. Michael Kipp merkte aber an, dass die Glascontainer am Goldbinnen schlecht kontrollierbar seien. Da die beiden Glascontainer-Standorte dicht beieinanderlägen, solle man sich darüber Gedanken machen, ob wirklich beide notwendig sind.

Obwohl die Vermüllungen illegal sind, scheint auch das Ordnungsamt das Problem nicht lösen zu können: Selbst wenn eine Adresse zwischen dem Sperrgut gefunden werden sollte, könne man den Verursacher noch immer nicht belangen, wenn man ihn nicht auf frischer Tat ertappe, sagte Kreiensen. Präventive Maßnahmen scheinen also kaum möglich, außer an die Vernunft der Bürger zu appellieren. Weil Krüger bereits zusagte, dass der Betriebshof sich verstärkt um das Problem kümmern soll, wurde über den CDU-Antrag nicht mehr abgestimmt.

Ein weiteres Thema war der Dorfplatz. Trotz der bereichsweisen Trockenlegung des Platzes, die ein erster sinnvoller Schritt sei, würden sich großflächige Pfützen bilden. Der Platz sei nach einem Regenguss deshalb über längere Zeit nicht nutzbar. Da die Fahrrillen von Autos eine Ursache des Problems seien, beantragte die CDU-Fraktion die Aufstellung von Pollern, um den Platz für Fahrzeuge unpassierbar zu machen. Ganz billig wäre so eine Maßnahme aber nicht: 15 Poller wären für eine vollständige Absperrung nötig, sagte Krüger. Sofern ausschließlich die teureren, herausnehmbaren Poller angeschafft würden, kämen Kosten von etwa 15 000 Euro zusammen. Alternativ könnten zum Teil fest installierte Absperrungen verwendet werden, die etwas billiger sind. Ob die Absperrung des Platzes verkehrsrechtlich möglich ist, müsse noch geklärt werden, sagte Krüger. Er schlug deswegen vor, dass die Verwaltung zuerst die Rechtslage prüfen und ein Konzept erstellen solle, bevor über den Antrag entschieden wird. „Der Aufwand dafür ist überschaubar.“ Die Politiker zeigten sich einverstanden, die Entscheidung über das Vorhaben wurde deshalb verschoben.



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