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Hemeringer mit dem Bundesverdienstorden ausgezeichnet / Engagement für die Rechte der Arbeitnehmer

„Bürger wie Johann Kosmaty braucht unser Land“

Hemeringen (ah). „Für Hemeringen ist dieser Mensch einmalig“, sagt Manfred Hollbach über Johann Kosmaty – den seine Freunde kurz „Hans“ nennen und der als „äußerst hilfsbereit, zuverlässig, korrekt, diszipliniert und fleißig“ gilt. Hollbach stellte den Antrag, den beliebten Hemeringer mit dem Bundesverdienstorden auszuzeichnen.

veröffentlicht am 01.09.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 04:41 Uhr

Landrat Rüdiger Butte überreicht die Auszeichnung an Johann &bdq
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Nach eingehender Prüfung verlieh Landrat Rüdiger Butte im Auftrag des Bundespräsidenten jetzt Johann Kosmaty in Würdigung seines langjährigen gesellschaftlichen Engagements den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland.

„Mit Ihrer aktiven Gewerkschaftsarbeit haben Sie sich um den Fortbestand und Ausbau der Sozialsysteme in der Bundesrepublik verdient gemacht, das Engagement für die Rechte der Arbeitnehmer hat Sie nie losgelassen“, lobte der Landrat in seiner Laudatio. Johann Kosmaty sei ein Mann, der sich vor Verantwortung nie gescheut habe, dessen visionäre Orientierung immer dem politisch Machbaren gelte, betonte Butte und fügte hinzu: „Ihre Markenzeichen sind Sachkompetenz und die menschlich vermittelnde Art.“ Der Landrat hob ebenso wie Bürgermeister Harald Krüger hervor: „Solche Bürger wie Johann Kosmaty, die braucht unser Land.“

Hans Kosmaty kam 1943 aus Russland nach Rumbeck und 1961 schließlich nach Hemeringen. Der gelernte Maurer interessierte sich früh für die Gewerkschaftsarbeit. 30 Jahre war er aktives Mitglied des Betriebsrates einer Hamelner Baufirma, dem er 13 Jahre vorstand. Viele Jahre war Kosmaty Mitglied der IG Bau, im Vorstand des Ortsverbandes Hessisch Oldendorf-Rinteln ebenso wie des Bezirkes, den er sieben Jahre leitete. Der 68-Jährige engagierte sich als stellvertretender Vorsitzender im Bezirksverband Mittelweser, und von 1998 bis 2001 war er Vorstandsmitglied im Bezirk Niedersachsen-Mitte. Außerdem gehörte er der großen Tarifkommission und dem Beirat der IG Bau an. 19 Jahre war Hans Kosmaty im Vorstand des DGB Hameln-Pyrmont tätig. Er arbeitete im Ausschuss Widerspruch und Einspruch der BBG Hannover und in der Vertreterversammlung. Außerdem wirkte er in der Vertreterversammlung der AOK Hameln und im Handwerksbeirat der AOK Niedersachsen. Als ehrenamtlicher Richter war der Hemeringer 33 Jahre am Hamelner Arbeitsgericht tätig. Fast drei Jahrzehnte gehörte der Sozialdemokrat dem Ortsrat Hemeringen-Lachem an. In diesem kommunalpolitischen Gremium machte er sich für den Erhalt des Schulstandortes und den Ausbau der Radwege stark. Über 30 Jahre war er im Vorstand des SPD-Ortsvereins, den er mit aufbaute und 16 Jahre lang führte.

Hans Kosmaty dankte seiner Familie, vor allem seiner Frau für die Rückendeckung. „Du belebst unsere Gemeinschaft kolossal“, erklärte der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Klaus Brzesowsky in der Feierstunde im Gasthaus „Am Waldesrand“.



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