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SPD und Grüne gegen Umzug der Einrichtung / Schnase: „Können mit dem Geld nicht so umgehen“

Bücherei soll nicht ins Kultourismusforum

Hessisch Oldendorf (rom). Die Bücherei wird sehr wahrscheinlich nicht in das Kultourismusforum umziehen. Vielmehr sollen die Hessisch Oldendorfer weiterhin in die Bücherei an der Langen Straße gehen, um sich Bücher auszuleihen.

veröffentlicht am 17.12.2012 um 11:40 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 04:41 Uhr

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Dies empfahl der Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus und Kultur mit den Stimmen von SPD und Grünen. Die CDU sprach sich für den Umzug aus. Vor dem Kulturausschuss hatte auch der Finanzausschuss so entschieden.

Die Christdemokraten argumentierten, dass ein Umzug der Bücherei ins Kultourismusforum Geld spare. Den Umzug selbst hatte die Verwaltung einst vorgeschlagen. Die Stadt zahlt für die Räume an der Langen Straße Miete, die bei einem Umzug der Bücherei ins Kultourismusforum entfielen.

Nach Angaben aus dem Rathaus zahlte die Stadt im Schnitt der vergangenen drei Jahre 5000 Euro Miete jährlich. In diesem Zeitraum kostete die Bücherei im Schnitt insgesamt rund 47 000 Euro pro Jahr. Der größte Teil entfällt auf die Personalkosten mit rund 29 000 Euro jährlich. Pro Jahr bringt die Bücherei 3400 Euro über die Ausleihgebühren ein. Das heißt unter dem Strich: Die Stadt legt für die Bücherei pro Jahr rund 42 000 Euro drauf.

Wilfried Schnase (CDU) sagte im Kulturausschuss, dass die Bücherei im Kultourismusforum besser angesiedelt sei. Schließlich gebe es in dem Glasanbau nur selten Veranstaltungen. Vor dem Hintergrund leerer Kassen sagte Schnase: „Wir können mit dem nicht vorhandenen Geld nicht so umgehen, wie wir möchten.“

Die SPD stellte infrage, dass die Stadt durch einen Umzug Geld spare. Auch in einer Einschätzung des Rathauses heißt es, dass die Stadt selbst nach einem Umzug der Bücherei ins Kultourismusforum zum Beispiel die Rechnungen für Heizung und Reinigung weiter bezahlen müsse. Außerdem koste ein Umzug Geld.

Und wenn die Bücherei ins Kultourismusforum einzöge, provoziere dies einen weiteren Leerstand an der Langen Straße. Dies wolle die Stadt aber vermeiden. Die Verwaltung warnte auch davor, die Öffnungszeiten der Bücherei oder die Arbeitszeit der drei Mitarbeiterinnen zu reduzieren. Beide Schritte gingen zulasten der Qualität.

Auch die Vereine, die das Kultourismusforum nutzen, sperren sich gegen den Umzug. So heißt es in einem Brief des örtlichen Culturvereins, dass ein Umzug die Arbeit des Vereins beeinträchtige. Unter anderem gefährdeten die Bücherregale die gute Akustik, heißt es.

Die Bücherei wird sehr wahrscheinlich nicht in das Kultourismusforum umziehen, sondern an der Langen Straße bleiben. Foto: doro



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