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Weiterhin jede Menge Gesprächsstoff

Brückensperrung: Fährbetrieb ist überlastet

SÜDWESERSEITE. Sommerloch? Im Hessisch Oldendorfer Stadtgebiet doch nicht! Da sorgt die Brückensperrung in den Ferien für jede Menge Gesprächsstoff. Kein Wunder: Die Autofahrer werden auf eine harte Geduldsprobe gestellt. In Großenwieden staut sich der Verkehr ab der Kirche bis zum Fährableger und sorgt so bis in die Ortsmitte für Chaos.

veröffentlicht am 13.07.2018 um 16:31 Uhr
aktualisiert am 13.07.2018 um 18:50 Uhr

Der Verkehr staut sich in Großenwieden aufgrund der Brückensperrung vom Fähranleger bis zur Kirche. Foto: dana
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Annette Hensel Reporterin
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Wie sieht es jenseits der Weser aus, wie ist die Stimmung, wie reagieren Bürger auf die Brückensperrung? Wir fragen bei Politikern von der Südweserseite nach wie Ratsherr Thomas Figge (CDU) aus Friedrichshagen. „Die Brückensperrung ist hier täglich im Gespräch, die Menschen können aber sehr gut damit umgehen“, meint er und sagt: „Viele nutzen auch die Fähre in Großenwieden: Die Überfahrt ist für manche wie ein kleines Abenteuer, von dem sie gerne erzählen.“

Der zurückzulegende Umweg sei noch machbar, findet Figge und werde notgedrungen auch in Kauf genommen, „aber bewusster und sparsamer, also seltener, als wenn der Weg frei wäre“.

Thomas Figge hofft, dass der angesetzte Zeitrahmen für die Baumaßnahme ausreichend bemessen ist und die Bürger danach wieder ihre Termine auf der anderen Weserseite wahrnehmen können. „Natürlich dürfen wir nicht vergessen, dass die Brücke keine Einbahnstraße ist. So wird es gewiss auch zahlreiche Menschen geben, die gerne wieder problemlos zu uns auf die Südweserseite kommen möchten.“

Foto: dana
  • Foto: dana

Auch Klaus Brzesowksy (SPD), Ortsbürgermeister von Hemeringen, bestätigt, dass die Sperrung Thema ist. „Die Stimmung entwickelt und verändert sich, aber die Maßnahme scheint innerhalb der Bevölkerung zunehmend besser toleriert zu werden – in der Hoffnung, die anvisierte Bauzeit erträglich zu überstehen“, erklärt er und ergänzt: „Wer durch Arbeitsplatz oder Ferienbetreuung für Kinder auf die Brücke angewiesen ist, ist natürlich in besonderem Maße betroffen. Die längeren Wartezeiten an der Fähre, der Umweg über Rinteln oder Hameln – das sind zeitaufwendige Aktivitäten. Der ansässige Lebensmitteleinzelhandel, so meine Einschätzung angesichts der in Hemeringen parkenden Fahrzeuge, partizipiert hiervon. Insgesamt sind wohl alle Südweser-Bewohner froh, wenn die Brücke ihre Funktion wieder aufnimmt“, so Brzesowsky.

Die Überfahrt ist für manche wie ein kleines Abenteuer, von dem sie gerne erzählen.

Thomas Figge, CDU

Ratsherr Kai-Uwe Eggers (SPD), zugleich Mitglied der Dorfgemeinschaft Fuhlen, sagt angesprochen auf die Brückensperrung: „Die Ruhe am Abend mit Vogelgezwitscher ist traumhaft. Das wird aber kaum die Nachteile aufwiegen, die viele spüren – größere Fahrt- und Zeitaufwände, die auch zusätzliche Kosten bedeuten.“ Für Unzufriedenheit sorge zudem, dass es keinen Fahrdienst zur Kinderbetreuung in der Kernstadt gibt – und auch Pendler, die ohnehin weite Wege haben, seien „not amused“ über die Umwege. Wie Figge und Brzesowsky ist auch Eggers froh darüber, auf der Südweserseite in Hemeringen gute Versorgungsmöglichkeiten zu haben. „Wir Fuhler haben den Vorteil, die andere Weserseite zu Fuß oder mit dem Fahrrad auf relativ kurzem, unbeschwerlichem Wege zu erreichen. Außerdem ging in den zurückliegenden Jahren bei Hochwasser von jetzt auf gleich ja auch nichts mehr – und auf die derzeitige Sperrung wurde man vorbereitet“, so Eggers und betont: „Es wäre sehr schön und für unsere Dorfgemeinschaft sehr wichtig, wenn rechtzeitig zur Fuhler Kirmes, die vom 3. bis 5. August stattfindet, wieder alle Wege nach Fuhlen führen. Die rasanten Fortschritte auf der Baustelle machen Mut, dass ein rasches Ende der Sperrung zu erwarten ist.“

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