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Serie „In den Korb geschaut“ handelt vom Markt und seinen Besuchern / Folge 3: Heinz Söffker

Bregenwurst und eine fette Schweinebacke

Hessisch Oldendorf. Heute ist es wieder soweit: Der Wochenmarkt in der Kernstadt lädt von 7 bis 13 Uhr zum Einkaufen ein. Doch wer nimmt den Weg dorthin eigentlich noch auf sich? Und warum? Kauft es sich in Supermärkten nicht viel bequemer ein? Was packen die Menschen auf dem Wochenmarkt in ihre Körbe? Und was erleben sie? In der neuen Serie „In den Korb geschaut“ berichten Wochenmarktbesucher von ihren Erlebnissen.

veröffentlicht am 06.12.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 08:21 Uhr

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Autor:

VON ANNETTE HENSEL
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Folge 3: Heinz Söffker aus Welsede, der mittlerweile in der Kernstadt wohnt und seit 60 Jahren regelmäßig zum Einkaufen auf den Markt kommt. „Freitags ab 10 Uhr bin ich immer bei den Rentnern vor der Kirchentüre zu finden“, erzählt der „Bollchen-Mann“, der stets Bonbons verteilt. Mit Blick in seinen Einkaufswagen gesteht er: „Heute habe ich hier nicht so viel gekauft, da ich noch Vorräte von meinem Geburtstag habe. Weil ich wohl so schlecht aussah, haben mir Nachbarn und Verwandte lauter Lebensmittel mitgebracht.“

75 Jahre alt ist Söffker geworden, traditionell hat er beim Rentnertreff Brötchen mit Wurst und Käse vom Wochenmarkt ausgegeben. Er erinnert sich an seinen 50. Geburtstag, als ihm ein lebendes Schwein mit roter Schleife um den Hals überreicht wurde. „Am Ende musste ich den Schlachter bezahlen, die Riesenfleischpakete habe ich verschenkt.“

Einiges ist am Markttag aber doch in Söffkers Tasche gelandet: Brokkoli, Eier, Käse, Äpfel sowie geräucherter Goldbarsch, den die Mitarbeiter von „Fisch Otto“ extra für ihn zurückgelegt haben. „Der ist nicht so fettig“, erklärt er. „Bei der Fleischerei Schulte habe ich mir frische Bregenwurst und eine fette Schweinebacke geholt. Die kommt in heiße Brühe, bevor ich sie auf den angewärmten Teller lege und Pfeffer darüber gebe. Dazu gibt es Kartoffeln und als Getränk die Brühe – so wie früher in meiner Kindheit, als wir geschlachtet haben.“ Zwischen seinen Markteinkäufen steckt noch ein eingewickelter Becher: „Den habe ich immer dabei - für den Rentnertreff“, sagt Söffker.

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