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Festa Brasileira lockt Hunderte zum Sommerfest ins KulTourismusForum

Brasilien zu Gast im Weserbergland

HESSISCH OLDENDORF. Spätestens seit der erfolgreichen Fußball-Weltmeisterschaft vor zwei Jahren sind Brasilien und seine Kultur weltweit bekannt und geschätzt. Angelehnt daran lud am Samstag rund um das KulTourimusForum in Hessisch Oldendorf zum „Festa Brasileira“. „Ich denke, das Thema Brasilien passt im Moment ganz gut“, erklärt Hermann Faust, der das Sommerfest mit organisiert hat, „es ist etwas, dass über Olympia und den Sommer erzählt.“

veröffentlicht am 12.06.2016 um 17:45 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 12:56 Uhr

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Autor:

Sabrina Kleinertz
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Das zukünftige Ziel sei dabei, jedes Jahr eine andere Kultur darzustellen. „Wir hatten bei den Vorbereitungen ein sehr positives Gefühl und wollten Menschen die Chance geben, ihre Kultur darzustellen“, so Faust weiter. „Wir wollten die Kultur dieser Welt nach Hessisch Oldendorf bringen.“ Um das so authentisch wie möglich zu gestalten, war das Programm des Abends bunt gemischt. „Die Schüler und ich sind mit der Percussion und Latin Jazz AG hier“, erklärt Reinhard Spiess vom Schiller-Gymnasium. Der Kontakt zu dieser Veranstaltung sei über einen ehemaligen Schüler entstanden, der am Abend mit einem Tanztheater auftritt. „Wir waren zwar bis vor wenigen Tagen noch auf großer Probenfahrt mit den verschiedenen Schülerbands, aber den heutigen Abend konnten wir uns nicht entgehen lassen“, so Spiess weiter. Am schwierigsten seien in den Vorbereitungen meist die verschiedenen Rhythmen, die teils gegenläufig gespielt werden. „Ich hatte vor unserem Auftritt schon ein bisschen Angst, da Nervosität so manches zerschießen kann“, sagt Spiess, „aber jetzt empfinde ich unseren Auftritt als ganz positiv. Es ist wirklich gut gelaufen.“ Dieses Gefühl teilten auch andere Künstler des Abends. „Bisher war das Publikum sehr offen und interessiert“, freut sich Sigga Glitz in einer kurzen Trinkpause. Zusammen mit ihren Bandkollegen bringt sie im Orquestra Batucada den Samba in das Weserbergland. „Diese Gruppe gibt es nun seit fast 25 Jahren“, fügt Trommelkollege Siegfried Fredershausen stolz hinzu, „aber wir sind trotzdem eine Art Mehrgenerationenprojekt.“ Mit ihren Sambatrommeln erwecken die Hannoveraner Musiker den Innenhof des Rathauses zum Leben und bieten mit zwei prächtig geschmückten Sambatänzerinnen auch etwas für die Augen.

Das Besondere an der brasilianischen Musik und dem Samba im Speziellen sei das Lebensgefühl. „Wenn man von einem anstrengenden Arbeitstag nach Hause kommt und dann zur Probe geht, fühlt man sich danach richtig erfrischt“, strahlt Federshausen. „Man geht in dieser Musik auf und merkt einfach, dass es richtig ist.“

Aber auch die Geschichte des südamerikanischen Landes, die lange Zeit von Sklaverei und Ungleichheit geprägt war, kommt an diesem Abend nicht zu kurz. Das deutsch-brasilianische Tanztheater der Associacao de Cultura Afrobrasileira aus Hamburg zeigt mit seiner musikalisch untermalten Darbietung auch die Schattenseiten Brasiliens. So waren prägende kulturelle Bestandteile wie der Kampftanz Capoeira zeitweise verboten, Freiheitskämpfer wurden verfolgt. Zu später Stunde überwog aber bei Gästen und Künstlern das positive Lebensgefühl, das in sommerlicher Atmosphäre mit Cocktails und brasilianischer Küche gefeiert wurde.



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