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Prime Time präsentiert blitzsauber intonierte Arrangements

Blues in Vollendung

HESSISCH OLDENDORF. Das Publikum im Kultourismusforum tobt, fordert lautstark Zugaben: Die Band Prime Time liefert einen begeisternden Auftritt ab, präsentiert Blues in Vollendung.

veröffentlicht am 30.09.2018 um 14:50 Uhr

Rainer Julitz gibt Gas an der „Schießbude“. Foto: boh
bohrer1

Autor

Stefan Bohrer Reporter
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Eigentlich besteht der originale Blues nur aus drei verschiedenen Akkorden, die monoton wiederholt werden und eher pessimistische Texte begleiten. Die bloße Reduzierung auf einfache Technik und traurige Texte beschreibt das Wesen des Blues jedoch nur unzureichend, genau wie die Behauptung, Rolling-Stones-Urgestein Keith Richards könne überhaupt keine Gitarre spielen, was man übrigens auch von Sahni, dem ersten Bassisten der legendären Ärzte, immer wieder behauptet. Blues ist immer Interpretationssache. Die Musiker, die das fast bis zur Perfektion beherrschen, sind die drei Bandmitglieder von Prime Time aus Großenwieden. Bei ihnen ist Konzert nicht gleich Konzert, sondern eher ein musikalisches Ereignis. Und das kommt nicht von ungefähr. Wenn Stephan „Dackel“ Stemme am Bass, Rainer Julitz am Schlagzeug und Michael Boden an der Leadgitarre loslegen, zeigen sie sich als äußerst versierte Musiker mit blitzsauber intonierten Arrangements, die den Blues gekonnt in die Gegenwart katapultieren. Ihre Gesangslinie reicht dabei von lässig cool bis zu rotzig frech. Drei Stunden lang liefern sie einen exquisiten Ohrenschmaus, der sich gewaschen hat. Und der Spaß, den die drei auf der Bühne haben, überträgt sich von der ersten Sekunde an auf das Publikum, das fleißig mitwippt und Soloeinlagen begeistert feiert. Bekannte Stücke wie der Beatles-Hit „Ticket to ride“ oder Otis Reddings „Sittin‘ in the dock oft he bay“ werden kräftig gegen den Strich gebürstet und mit vorsichtigen musikalischen Akzenten modernisiert. Kein Wunder also, dass das mit Sonderapplaus vom Publikum quittiert wird und in die lautstark geforderten Zugaben mündet.



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