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Stele des Rintelner Künstlers Eg Witt in Rohdental

Blickfang am „Tor ins Weserbergland“

Rohdental. An der vielbefahrenen Landesstraße 434 durch Rohdental fällt seit Freitag eine Eisenschnitt-Stele ins Auge. Sie steht gegenüber der Weinschänke auf der Wiese von Gabriele und Joachim Meier, ist knapp drei Meter hoch und sechs Zentner schwer.

veröffentlicht am 02.05.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:44 Uhr

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Autor:

VON Annette Hensel
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Auf einer Leiter stehend enthüllt Joachim Knauer, Vorsitzender der Dorfgemeinschaft schönes Rohden, das Kunstwerk „Gabler“. Der erste Eindruck: Drei Wanderer machen sich auf den Weg Richtung Süntel.

Die Stele ist ein Werk des Rintelner Künstlers Eg Witt. Er erklärt, ein Gabler sei von Haus aus ein Wanderer, der Orientierung suche bei Pflanzen, Bäumen. In verschiedenen Variationen von 50 Zentimetern bis zu zwei Metern sei der Typus „Gabler“ in den 90er Jahren entstanden, einige der Exemplare seien über das Bundesgebiet verteilt aufgestellt. Drei der metallenen Figuren, auf der Stelle Tretende, nicht mehr Vorankommende hat Witt nun als Symbiose zwischen Mensch und Natur unzertrennlich mit drei Baumgabelungen verbunden, verschmolzen – „drei illusionäre, fest verortete, in Eisen gegossene Allianzen“, wie er es formuliert.

Bleibende

Erinnerung an die 1000-Jahr-Feier

„Alles Organische gabelt sich, um Verbindungen zu finden“, erläutert der Künstler und weist darauf hin: „Um vollkommene Harmonie darzustellen, fehlt der Stele noch ein Tier zu Mensch und Pflanze. Sehen Sie es als Work in progress, später wird sich hier noch eine Schlange hochwinden.“

Witt, der in seiner Jugend viel Zeit im nahen Naturschutzgebiet und bei den Naturfreunden in deren einstigem Vereinshaus im Schneegrund verbrachte, fügt hinzu: „Die Stele soll auch an den Verein der Naturfreunde erinnern, der das an der und in der Natursein gefördert hat.“

Anlässlich der 1000-Jahr-Feier 2015 hat Eg Witt sein Kunstwerk der Dorfgemeinschaft „Schönes Rohden“ gestiftet. Für sie unterstreicht es die Bedeutung des Ortes als Ausgangspunkt für viele Wanderer und Spaziergänger, für Ortsbürgermeister Friedrich Meier stellt es eine bleibende Erinnerung an das Jubiläum dar. Da Einheimische das Rohdental auch liebevoll als „Tor ins Weserbergland“ bezeichnen, meint Sven Sattler, Vorsitzender der Welseder Dorfgemeinschaft: „Die drei Säulen könnten auch das Tor symbolisieren, das die Dörfer Rohden, Segelhorst und Welsede vereint.“

Dank einer Spende von musica Rohdental konnte die Stele zusammen mit einer erhöhten Metallplatte mit Arbeitsnotizen des Künstlers in einem Steinbeet befestigt werden – ein echter Hingucker. Und wer beim Vorbeifahren genau hinschaut, bemerkt bestimmt, dass sich die Proportionen der Figuren zu verändern scheinen.



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