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Kanäle müssen für 140 000 Euro überprüft werden

Bleiben die Gebühren konstant?

HESSISCH OLDENDORF. Wohin genau das Abwasser unter Häusern und Straßen fließt, entzieht sich normalerweise dem Interesse der Allgemeinheit. Es sei denn, die Abwassergebühren steigen oder im Kanal funktioniert mal etwas nicht – dann wird schnell klar, dass sich die Abwässer nicht ins Nichts auflösen. Damit alles wie gewohnt funktioniert, muss demnächst ein Teil der Kanäle geprüft werden.

veröffentlicht am 27.09.2018 um 17:47 Uhr

Die Kosten für die Abwasseraufbereitung sind in Hessisch Oldendorf vergleichsweise niedrig. Foto: dana
Jens Spickermann

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Eventuell sind auch zusätzliche Unterhaltungsmaßnahmen nötig, wie Walter Reineke (CDU) vermutet. Steigen dadurch die Kosten für die Verbraucher?

Mit 110 Euro pro Einwohner und Jahr sind die Betriebskosten der Abwasserentsorgung im Vergleich zu anderen Kommunen relativ gering, wie Betriebsleiter Björn Ladage bei der Betriebsausschusssitzung am Mittwoch darlegte. Für die Bürger bedeutet das, dass auch die jährlichen Gebühren vergleichsweise niedrig ausfallen. Das könnte sich aber ändern, befürchtet Ausschussmitglied Reineke. Aus gesetzlichen Gründen müssen in den nächsten Jahren allein in einem Wasserschutzgebiet 23 Kilometer Kanal überprüft werden – dadurch entstehen Kosten von 140 000 Euro. Dabei entspreche die Länge nur acht Prozent den Kanalnetzes und der Rest dürfe in Zukunft auch nicht vernachlässigt werden, meint Reineke.

Aus einem Vergleich der Abwasserbetriebe verschiedener Kommunen wird deutlich, dass in Hessisch Oldendorf relativ wenig an Unterhaltungsmaßnahmen geleistet wird. Andererseits könnte ein relativ hoher „Fremdwasseranteil“ – also Grundwasser im Kanal – ein Hinweis auf Undichtigkeiten sein. „Ich will nichts dramatisieren, sagt Reineke.“ Man müsse aber für das Netz zukünftig deutlich mehr tun als bisher. „Und das verursacht Kosten.“

Ladage und andere Ausschussmitglieder sehen allerdings keinen Anlass, über eine zukünftig höhere Belastung der Verbaucher zu spekulieren. „Ich mache mir noch nicht so große Sorgen um die Gebühren“, sagt Thomas Figge (CDU). „Wir haben auch alle, glaube ich, kein Interesse daran, sie zu erhöhen.“

Eine positive Kostenentwicklung ist durch die im Bau befindliche Schmutzwasser-Druckleitung zwischen Fischbeck und der Kläranlage zu erwarten. Langfristig soll dadurch Geld eingespart werden, da die Abwässer aus diesem Stadtbereich bislang kostenpflichtig in Hameln aufbereitet werden. Aus vergangenen Investitionen resultiert außerdem ein relativ geringer Energieverbrauch des Betriebes, was wiederum den Gebührenzahlern zugute kommt.



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