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Seniorenrat erhält parteiübergreifend Unterstützung für seinen Wunsch

Bewegungspark – Stillstand endet

Hessisch Oldendorf. Zunächst herrschte ein wenig Frust beim Seniorenrat über den Stillstand in Sachen Bewegungspark, nun könnte sich der Wunsch zum Selbstläufer entwickeln. Zumindest kündigen alle Parteien im Rat an, dass Bewegung in diese Frage kommt, ein attraktives Angebot im Kernort zu schaffen.

veröffentlicht am 25.02.2016 um 14:11 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 12:59 Uhr

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Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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„Es ist toll, wie die alle reagieren“, sagt Elke Reuker als Vorsitzende des Seniorenrates. Sie hatte die Gespräche mit den Parteispitzen initiiert. „Ich denke, sie stehen alle hinter uns.“

Die Parteien sorgten dafür, das Thema in die Öffentlichkeit zu bringen. „Die CDU-Fraktion unterstützt die Bemühungen des Seniorenrates, da sie der Meinung ist, dass körperliche Fitness auch im Alter wichtig für Körper, Geist und das allgemeine Wohlbefinden ist“, teilen die Christdemokraten mit, die sich in dieser Woche mit Vertretern des Gremiums getroffen hatten. Auch die SPD-Stadtratsfraktion, die zusammen mit den Grünen die Mehrheit bildet, kündigt Unterstützung an. „Hessisch Oldendorf ist ein Wohlfühlort für Jung und Alt“, meint Fraktionsvorsitzender Dirk Adomat mit Blick auf die Planungen für einen Bewegungspark. „Damit lässt sich ein neuer Treffpunkt und Kommunikationsort schaffen.“

Schon im vergangenen Jahr keimte beim Seniorenrat der Wunsch danach auf, wie Elke Reuker sagt. Die Idee, die sportlichen Geräte nahe dem Unternehmen Bessmann aufzustellen, zerschlug sich allerdings schnell.

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Die Interessenvertretung nahm dann andere Orte in der Kernstadt in den Blick. „Zentral soll es schon sein“, sagte die Vorsitzende – möglichst in der Nähe der Einrichtung „Lebensbaum“ und dem „Atrium-Gebäude“. In Bad Pyrmont, Hameln, Bad Münder und Aerzen schauten sich die Senioren an bestehenden Anlagen um. „Aerzen hat uns sehr zugesagt, vor allem wegen der Geräte, die dort vorhanden sind“, sagt Reuker.

Nun galt es, Überzeugungsarbeit zu leisten. „Von Politik habe ich leider nicht viel Ahnung“, räumt die Seniorin ein. Aber das schreckte sie nicht – die Vorsitzende schrieb an die Ratsfraktionen. Mit Erfolg.

Die CDU-Fraktion hebt hervor, dass für sie auch die Lebensqualität der Einwohner „im fortgeschrittenen Alter eine wichtige Rolle“ spiele, wie sie mitteilt. Durch die Einrichtungen „Lebensbaum“ und „Atrium-Gebäude“ werde es eine Konzentration älterer Menschen in der Kernstadt geben, für die bisher kein geeigneter Treffpunkt vorhanden sei.

Die Fraktion habe bereits einen Antrag an die Stadt gestellt, einen geeigneten Platz für einen Bewegungspark zu finden. Weiterhin wird die Verwaltung gebeten, mögliche Finanzierungsquellen zu erschließen und sich an der Suche nach Sponsoren für die Beschaffung der Senioren-Sportgeräte zu beteiligen.

Weiterhin kündigt die CDU an, dass etwas gegen den sich bereits abzeichnenden Ärztemangel unternommen werden müsse. Als weiteres Anliegen wird ein „Bürgerbus“ von der CDU thematisiert. Fraktionsgeschäftsführer Michael Kipp: „Es ist wichtig, in den Dörfern eine gute Infrastruktur zu erhalten beziehungsweise zu schaffen, um den Seniorinnen und Senioren möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben in ihrer gewohnten Umgebung und ihrem sozialen Umfeld zu ermöglichen. Hier kann ein Bürgerbus einen wichtigen Beitrag leisten.“

Auch die SPD will die Verwaltung auffordern, den Bewegungspark „so schnell wie möglich zu realisieren“, wie sie mitteilt. Dabei solle auch gleich das mit dem Haushalt beschlossene Generationenprojekt, das vom Kinder- und Jugendrat initiiert wurde, umgesetzt werden. „Ich bin davon überzeugt, dass diese Kombination ein Erfolg wird“, wird Adomat zitiert. „Wenn der Bewegungspark gut angenommen wird, dann werden wir diese Idee auch in unseren Dörfern umsetzen.“



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