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Fischbecker Arbeitskreis Dorferneuerung machte sich auf, um neuralgische Punkte aufzuspüren

Besichtigung führte in unwegsames Gelände

Der Weg entlang des Nährenbachs entpuppt sich augenblicklich als Abenteuer-Pfad.

veröffentlicht am 06.04.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 14:41 Uhr

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Foto: boh

Fischbeck (boh). Für die Fischbecker geht es jetzt darum, den Plan für die Dorferneuerung zu erarbeiten. Um sich ein genaues Bild machen zu können, trafen sich die Mitglieder des Arbeitskreises, um sich in den Bereichen umzusehen, in denen öffentliche Maßnahmen umgesetzt werden sollen. Bei der Begehung forderten Arbeitskreismitglieder, die Lachemer Straße in den Dorferneuerungsplan aufzunehmen.

Das Dorf bewahrte seinen Charakter

Das Dorf Fischbeck an der Weser, einer der größten Ortsteile Hessisch Oldendorfs, verfügt mit dem mehr als tausend Jahre alten Stift und dem angrenzenden Gebäudeensemble über eine kunst- und kirchengeschichtliche Kostbarkeit ersten Ranges. Das einzigartige Denkmal niedersächsischer Romanik begeistert nicht nur durch sein in sich geschlossenes Gefüge mit idyllischem Klostergarten und im Original erhaltenen Kreuzgang sowie dem berühmten Fischbecker Wandteppich mit der Darstellung der Gründungslegende. Das Dorf selbst hat sich einen sehenswerten Charakter bewahrt, der nach Willen von Stadtplanerin Martina Kexel und den Mitgliedern des Arbeitskreises Dorferneuerung mit ihrem Sprecher Werner Schrandt touristisch noch aufgewertet werden sollte.

Mehrere neuralgische Punkte rund um das Stiftsdorf steuerte der Arbeitskreis gemeinsam mit Vertretern der Behörde für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften (GLL) sowie dem Hemeringer Landschaftsarchitekten Helmut Mexdorf an, um abzuklären, inwieweit der Ortskern und die landschaftlich reizvolle Umgebung ausgestaltet werden können. Vom Torhaus des Stiftes führte der Weg am Nährenbach entlang zur Bahnstrecke Bodenburg–Löhne. Helmut Mextorf verdeutlichte, dass neben dem Nährenbach ein Fußweg gebaut werden könnte, der eine südliche Anbindung quer durchs Dorf ermögliche. Wer zurzeit diesen unbefestigten Weg beschreitet, begibt sich eher auf eine Art Abenteuer-Tour, da der augenblickliche Weg zum Teil einen halben Meter breit und von Gestrüpp und Unkraut überwuchert ist.

Planerischen Handlungs- und Gestaltungsbedarf sieht Mexdorf ebenfalls bei der Querverbindung vom Nährenbach in Richtung Friedhof – allerdings in sicherem Abstand zur Bahnstrecke. Werner Schrandt macht unterwegs auf den Missstand aufmerksam, dass „der Weser-Radfernweg nicht durch Fischbeck führt, sondern das Stiftsdorf nur tangiert“. Ebenso würden für Ortsunkundige keine einheitlichen Karten existieren. „Somit müssten Hinweistafeln aktualisiert und umgesetzt werden, eine Sofortmaßnahme wäre aus meiner Sicht wünschenswert“, führte der Sprecher des Arbeitskreises aus.

Einigkeit besteht darüber, dass schon die Infotafel am Ortsausgang von Wehrbergen kurzfristig umgesetzt und mit einem Hinweis auf Fischbeck ergänzt werden müsse. Äbtissin Uda von der Nahmer betonte außerdem, dass beim Streckenverlauf des Radfernwanderweges eine verstärkte Einbeziehung des Stiftes notwendig sei. Einig sind sich die Mitglieder des Arbeitskreises, dass die Lachemer Straße mit in den Dorferneuerungsplan aufgenommen werden sollte. Entlang des Friedhofes könnten dann mehrere Parkplätze entstehen, die es Besuchern ermöglichen, zentrumsnah zu parken. Nach dem Willen des Arbeitskreises soll der Übergang von Lachemer Straße und Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße sowie Abteistraße verändert und neu gestaltet werden. Dabei sei besonderes der Straßenplatzcharakter zu betonen.

Beratung bei privaten Maßnahmen angeboten

Hauseigentümer sollen gezielt angesprochen werden, möglichst das Fachwerk an ihren Häusern freizulegen, um mehr Einheitlichkeit zu erzielen und echte Hingucker zu schaffen. Denkmalpflegerische Sachverhalte und gestalterische Details seien dabei zu berücksichtigen. Tipps zur Nutzung von Fördermitteln wird der Arbeitskreis den Hauseigentümer geben.

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