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Stadtplanerin präsentiert Stärken und Schwachpunkte des Dorfes / Ideen der Einwohner sind gefragt

Befreite Bäche und Waldsee-Vision für Rohden

In Rohden gibt es wunderschöne alte Fachwerkhäuser, so wie dieser Hof an der Ellerbachstraße neben der alten Schule.

veröffentlicht am 08.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 12:21 Uhr

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Foto: Wal

Rohden (doro). Tourismus heißt das Pfund, mit dem die Rohdener wuchern könnten. Das stellte Stadtplanerin Martina Kexel bei der Vorstellung des Kriterienkatalogs für die Dorferneuerungsmittel ab 2014 klar heraus.

Zu diesem Pfund gehört zum Beispiel der Pilgerweg Loccum–Volkenroda – Pilgern ist schließlich in. Und Wandern ist das Thema überhaupt im Weserbergland. Der Weserbergland-Wanderweg mit seinen zahlreichen Wegen überzieht die heimische Region wie ein Netz, unter anderem Rohden und Rohdental. Und nicht zu vergessen: Der idyllische Schneegrundweg oberhalb des Dorfes zur Schaumburg und Paschenburg, der zum Wandern einlädt. Für alle, die sich schneller bewegen möchten, sind Nordic-Walking-Routen ausgewiesen. Außerdem profitiert Rohden von der guten Lage zum Hohenstein.

Soweit die Vorteile des 1000-jährigen Dorfes. Weniger vorteilhaft sei die Verrohrung des Gewässer- und Grabensystems unterhalb des Mönchsbergs, mit dem man sich nicht nur in Rohden gegenüber der Natur versündigt habe.

Freilegen heißt die Devise, und nebenbei könne auch der Rohdener Bach gestalterisch aktiviert werden. Reaktiviert werden müsse auch die Möglichkeit, sich innerhalb des Dorfes selbst zu versorgen – ein Problem, mit dem Rohden nicht allein da steht.

Von so viel Zukunftsvision angesteckt, kamen auch die Rohdener in Fahrt: Ein Fuß- und Radweg von Rohden nach Rohdental gehöre her und ein Kneipp-Becken oberhalb des Schwimmbades. Am alten Sportplatz den Bach aufmachen, einen Stellplatz für Wohnmobile anlegen und Hütten für 10 Euro pro Nacht aufstellen. Einen Alternativsportplatz bauen.

Einen Waldsee und eine Hängebrücke

Den Bach aufstauen und einen Waldsee anlegen. Eine Hängebrücke über den Bach – die Ideen sprudelten nur so. Geschichtsträchtiges mit touristischem Potenzial im Sinn, erinnerte sich eine Einwohnerin an die zerfallene Rohdener Burg, eine andere an die tiefen Schluchten bei den Moosköpfen. Einen interessanten Denkanstoß gab Dietmar Meier mit dem Hinweis auf eine vergessene Grabstelle aus der Bronzezeit, von der leider die Unterlagen in den Wirren des Zweiten Weltkrieges abhandenkamen, von der es aber ein Bild in der Dorfchronik gebe. „Hier wäre eine Infotafel denkbar“, so Meier.

Nur bei Kexels Vision von einer Umgehungsstraße für Rohden wollte dann doch nicht jeder mitgehen. „Es ist nur eine Idee“, betonte die Stadtplanerin, die im Übrigen auch Vorschläge für Segelhorst im Gepäck hatte, allein: Es war kein einziger Segelhorster da. Dringend freigemacht und renaturiert werden müsste auch hier der Segelhorster Bach, der komplett verrohrt ist. Positiv hob sie das viele Grün in dem historisch gewachsenen Dorf mit Kirche hervor. Auch die Segelhorster profitieren vom Pilgerweg, interessant für Touristen und Pferdefreunde sei zudem die „Lucky Rider Ranch“.

Zum Abschluss betonte Martina Kexel: „Auch wenn manch einer denkt, das ist ja noch lange hin – wenn es losgeht, wollen wir mit einem fertigen Konzept in den Startlöchern stehen.“

Wer für die Orte Ideen hat, melde sich bei Martina Kexel, Tel. 05152/782-126.



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