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SPD-Fraktion besichtigt e.on Biogasanlagen / Erläuterungen der Betreiber relativieren die Vorbehalte

Bedenken wegen Putenmist-Nutzung ausgeräumt

Hessisch Oldendorf (jak).

veröffentlicht am 19.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 02:41 Uhr

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Ist es wirklich sinnvoll, Putenmist, sogenannten Wirtschaftsdünger, in der Biogasanlage von e.on Westfalen Weser in Hessisch Oldendorf zu nutzen? Diese Frage war der Ausgangspunkt eines intensiven Dialogs der SPD-Fraktion mit dem Energie-Anbieter e.on.

Um für die Diskussion den nötigen Eindruck zu erhalten, bereisten die Ortspolitiker zwei Biogasanlagen des Unternehmens: in Kirchlengern im Kreis Herford, wo bereits seit einiger Zeit auch Putenmist eingesetzt wird, und die Anlage in Hessisch Oldendorf. Thomas Windiks, Geschäftsführer der für Biogasanlagen verantwortlichen Tochtergesellschaft e.on Westfalen Weser Energie Service, und Unternehmenssprecher Michael Wippermann führten die Besucher mit dem Fraktionsvorsitzenden Dirk Adomat an der Spitze durch die Anlage. Auch einige SPD-Ratsmitglieder aus Kirchlengern, die gleichzeitig mittelbare Anwohner der Anlage sind, waren mit vor Ort.

Durch die Führung, aber auch durch die Erläuterungen wurde eine ganze Reihe von Vorbehalten gegenüber der Nutzung von Putenmist relativiert, so Dirk Adomat: „Wir finden es ausgesprochen positiv, dass der Dialog sehr offen und konstruktiv geführt wird.“

Hälfte der Lieferungen stammt aus der Region

Und der Dialog wirkt sich laut SPD bereits vorteilhaft aus: Die Anlage in Hessisch Oldendorf wird mit Wirtschaftsdünger aus Hessisch Oldendorf und Umgebung beliefert. Der Betreiber geht davon aus, „dass etwa die Hälfte der Lieferungen aus der Gegend kommt“.

Zum Thema Geruchsbelästigung beschrieb Windiks die gesamte Kette der Geruchsemissionen von Putenmist oder Hühnerkot. Sein Fazit: Die Geruchsemissionen werden im Gegensatz zur derzeitigen Praxis durch die Nutzung in der Biogasanlage deutlich reduziert. Der Gärrest aus einer Biogasanlage sei praktisch geruchsfrei.

Bei dem Treffen wurde ein regelmäßiger Informationsaustausch vereinbart. Zudem bot e.on an, dass zu besonderen Anlässen ein direkter Kontakt zu Thomas Windiks oder Unternehmenssprecher Wippermann jederzeit möglich sei. Wippermann betonte, dass „uns die enge Zusammenarbeit mit der Stadt, den Bürgern und den politisch Verantwortlichen sehr wichtig ist“.

Für Dirk Adomat haben die Gespräche auch Signalwirkung: „Ich hoffe, dass sich der positive Dialog mit allen Biogasanlagenbetreibern in der Stadt fortsetzen lässt.“

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