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Familientreffen: Manchen Angehörigen war Hessisch Oldendorfs Sagenfigur bislang unbekannt

Baxmann – ein besonderer Name verbindet

Hessisch Oldendorf (ah). „Faszinierend, was Lutz-Arnim Simon, Gaby Lingen und Hartmut Brepohl auf die Beine gestellt haben!“ Mit diesen Worten spricht Kirstin Baxmann wohl allen Teilnehmern des Baxmann-Treffens in Hessisch Oldendorf aus dem Herzen. „Schon die Idee, zum Familientreffen einzuladen, fand ich klasse“, sagt die Verdenerin. Begleitet wird sie von ihren in Cuxhaven lebenden Eltern, Tochter Katrin (2) und Ehemann Ralf, der ihren Nachnamen angenommen hat – „weil ich diesen Namen ungern hergeben wollte, da er einzigartig ist.“

veröffentlicht am 24.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 09:41 Uhr

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Mit einem Kennenlernabend und Bildern aus der Region beginnt das „Namenstreffen Baxmann“, wie es der Vorsitzende des Verkehrsvereins Hessisch Oldendorf, Marcus Paulig, nennt. Ahnenforscher Hans-Udo Führing erzählt mit Hilfe von Eintragungen aus Kirchenbüchern über Herkunft und Verbreitung des Namens und bittet um Familiendaten, „damit wir basteln können, ob da was zusammenpasst“.

Am Samstag werden die 38 Teilnehmer im Kultourismusforum im Beisein von Ratsmitgliedern von Landrat Rüdiger Butte und Bürgermeister Harald Krüger willkommen geheißen. Von Anna von Bismarck (Gaby Lingen) und Cord Baxmann (Lutz-Arnim Simon) werden sie durch die Stadt während des Dreißigjährigen Krieges geführt, vorbei geht es am Baxmannbrunnen zum Baxmanngrab. „Überwältigt“, wie gut alles klappt, ist die auf Krücken angewiesene Cornelia Baxmann aus Langenhagen. Kurzerhand wird sie im Rollstuhl durch die Gegend kutschiert, den Lutz-Arnim Simon organisiert hat. Die Baxmann-Familien sind begeistert davon, „wie die Gewandeten Geschichte mal anders erklären – und mit so viel Liebe zum Detail.“

Mit dem Bus fährt die Gruppe vorbei an der Schaumburg nach Großenwieden. Zur großen Freude erlebt sie dort eine szenische Führung der „Großenwiedener Fräuleins“ Gaby Lingen und Stephanie Handschuhmacher durch ihre „altehrwürdige, geliebte gotische Kirche“. Über das Sonnental, Fischbeck und Höfingen führt der Weg weiter zur Schillat-Höhle, wo Höhlenforscher Bruder Hartmut (Brepohl) ganz in seinem Element ist. „Die Höhle ist cool“, finden Dominic (13) und Pascal (10) Baxmann aus Stukenbrock, die Aufkleber mit der Aufschrift „Ich bin ein Baxmann“ tragen, ein Geschenk des Baxmann-Darstellers. „Ohne die Einladung zum Treffen wären wir nicht hierher gekommen, wir wussten auch nichts von der Baxmann-Sage“, gesteht ihr Vater.

Die Sagenfigur verbindet: Die Baxmänner auf der Treppe am Baxmannbrunnen.

Mit einem Feuerwerk an Überraschungen startet das Abendprogramm im Baxmann-Zentrum. Ihre Aufwartung machen Alfred Schneider, der Nachtwächter aus Rinteln, Michael Boyer, der Rattenfänger aus Hameln, sowie das Prinzenpaar des OCC ‘72, Claudia und Kai-Uwe Eggers, der zum Käfertreffen 2013 einlädt. Elvira Wittig, als Süntelgeist aus Bakede bekannt, bringt mit ihrem italienischen Freund namens Martini alle zum Lachen, während die Baxmänner des VfL für musikalische Unterhaltung sorgen. Das ist beste Werbung für die Region – und sie kommt an. Spürbar ist zudem, wie sehr alle das Zusammensein genießen. „Für mich ist es schön, hier Bekannte wiederzutreffen, die ich vor Jahren über eine Stammbaumrecherche kennengelernt habe“, sagt Hilde Baxmann aus Lübeck.

Mit einem Gottesdienst in der St. Marienkirche klingt das Treffen am Sonntag aus. Viele treten ihre Heimreise mit Souvenirs, Baxmann-Sekt, -Kugelschreiber oder Glückssteinen aus der Schillat-Höhle an. „Für einen Familien-Kurzurlaub ist diese Gegend gut geeignet, Höhle und Natur laden zu schönen Ausflügen ein, schade nur, wie viele Geschäfte in der Stadt leer stehen“, meint Kirstin Baxmann. „Einmalig, was uns hier alles geboten wurde, das war ein super Wochenende“, schwärmt Reinhold Baxmann (74) aus Bremen. Seine Frau und er haben Kontakt zu Namensvettern aus dem schwäbischen Metzingen geknüpft und planen, sie zu besuchen. Diese hatten bei einem Besuch 2010 durch ihr Interesse an der Stadt den Verkehrsverein auf die Idee mit dem Baxmanntreffen gebracht. „Wunderbar, wie hier alles in die Wege geleitet wurde und wie viel Mühe sich die Verantwortlichen gemacht haben“, lobt Gert Baxmann. Seine Schwester Inge fügt hinzu: „Unser erneuter Besuch hat sich sehr gelohnt, ich bin so erfüllt und dankbar für viele neue Impulse.“ Noch nicht weitergekommen sind sie auf der Suche nach ihren Wurzeln. „Es fehlt in unserer Familie einfach an Daten, um etwas über Vorfahren aus Hannover herauszufinden“, erklären sie.



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